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Kissing

14.12.2020

Entwicklungskonzept: Die Kissinger Paar soll besser erlebbar werden

Richtig was los ist im Sommer beim Kissinger Sautrogrennen. Nun soll die Paar mit ihren Uferbereichen auch abseits dieser Veranstaltung für die Kissinger besser erlebbar werden.
Bild: Gönül Frey (Archivbild)

Plus Wie und wohin sich Kissing in Zukunft entwickelt - damit soll sich ein Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK) befassen. Ein zentrales Thema wird die Paar sein.

Nach der Nachbarkommune Mering hat sich, wie berichtet, auch Kissing für eine Teilnahme an der Städtebauförderung entschieden. Diese gewährt teils hohe Zuschüsse zu festgelegten Projekten der Ortsentwicklung. Als ein erster Schritt müssen diese im Rahmen eines Städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) bestimmt werden. Verstärkt rückt die Kommune Kissing dabei nun die Paar ins Blickfeld.

Als sich Kissing vor gut einem Jahr zum Einstieg in die Städtebauförderung entschied, ging es vor allem darum, welche Vermarktung auf dem größtenteils brachliegenden ehemaligen Frisch-Gelände für den Ort verträglich ist. Auch den Altort in seiner wesentlich Struktur zu erhalten, war von Anfang an ein Thema. Als ein neues Ziel für die Städtebauförderung hatte , wie berichtet, die CSU-Fraktion im November im Gemeinderat einen Paarpark vorgeschlagen - entlang der Paar im Bereich zwischen Paartalhalle und Altkissing.

Grüne: Trimm-Dich-Pfad an der Kissinger Paar

Im Gegenzug erhielten in der jüngsten Gemeinderatssitzung nun auch Grüne und SPD die Möglichkeit, ergänzend zu den bereits festgelegten Zielen zusätzliche Wünsche für die Städtebauförderung einzubringen. Vor allem in Bezug auf eine stärkere Freizeitnutzung der Paargebiete gibt es große Überschneidungen mit dem CSU-Vorstoß bezüglich des Paarparks.

So kommt im Vorschlag der Grünen wie im November bereits von der CSU formuliert ein neuer Fußgängerübergang über die Paar zur Sprache. Außerdem soll überprüft werden, ob ein generationenübergreifendes Naherholungsgebiet entlang der Paar entstehen könnte. Die Grünen denken hier beispielsweise an einen Trimm-Dich-Pfad. Ähnlich findet sich auch im Antrag der SPD-Fraktion die Forderung, das Paartal mit mehr Aufenthaltsqualität besser erlebbar zu machen.

Abweichungen gibt es lediglich in der Frage, wo genau die neuen Freizeitnutzungen an der Paar stattfinden sollen. SPD-Fraktionssprecherin Silvia Rinderhagen regte an, dies im Zuge des ISEK-Verfahrens zu klären. "Uns geht es darum, die Paar für die Menschen besser erlebbar zu machen - ob weiter südlich oder nördlich, da sind wir ganz offen", sagte sie.

Marxenwirt als künftiges Zentrum des Altorts?

Und noch weitere Vorschläge brachten die Fraktionen für die Städtebauförderung ein. Auf Wunsch der Grünen soll demnach untersucht werden, welche weiteren Bushaltestellen möglich wären, um die Attraktivität des öffentlichen Nahverkehrs zu steigern. Außerdem wollen sie die Laufwege vor allem mit Fokus auf den Altort untersuchen lassen, um herauszufinden, wie sich die Gehwegführung verbessern lässt. Ihr Augenmerk richtet die Fraktion außerdem auf den Marxenwirt, den sie als "prominentes Grundstück" bezeichnet. Die Grünen wünschen sich, dass untersucht wird, ob dieses Anwesen eine Schlüsselfunktion beim Erhalt der städtebaulichen Struktur des Altorts übernehmen könne. "Ist hier die Entwicklung eines Ortskerns für den Altort mit zentraler Versorgungsstruktur für diesen möglich. Ist es sinnvoll hier eine Einzelhandels-, Gastronomie und/oder öffentliche Nutzung zu fokussieren", so lautet dazu die Fragestellung der Fraktion.

Ihr Augenmerk richten die Kissinger Grünen beim Thema Städtebauförderung auch auf den Marxenwirt, den sie als "prominentes Grundstück" bezeichnet.
Bild: Philipp Schröders

Die SPD regte außerdem an, sich im Zuge des ISEK auch mit dem seniorenpolitischen Gesamtkonzept des Landkreises zu befassen. Dieses schlägt den Kommunen eine ganze Reihe von Maßnahmen und Projekten vor, um sich für den demografischen Wandel zu rüsten. Die Kissinger Sozialdemokraten fordern zu prüfen, welche der Maßnahmen in Kissing Anwendung finden können und in welchen Punkten noch ein Mangel herrscht.

Kissing braucht noch einen Planer für die Städtebauförderung

Ohne größere Diskussionen und ohne Gegenstimmen beschloss der Gemeinderat, die zusätzlichen Fragestellungen beim ISEK mit zu untersuchen. Im Sommer hat Kissing die nötige Förderzusage in Höhe von 30.000 Euro für das Entwicklungskonzept erhalten. Nun muss sich die Kommune einen geeigneten Planer suchen, um diesen Prozess zu begleiten.

Spenden: Der Gemeinderat hatte außerdem eine Reihe von Spenden zu bewilligen. So stellte eine Privatperson 7.000 Euro für die Kissinger Bücherei zur Verfügung. Der Volkstrachtenverein D`Burgstaller spendete 2.500 Euro für die Sanierung der Peterskirche sowie über 2.000 Euro für Tische und Bänke an der neuen Boulebahn.

Der Kissinger Gemeinderat bewilligte eine Reihe von Spenden.
Bild: Anne Wall (Symbolbild)

Obstbaumwart: Wie Bürgermeister Reinhard Gürtner mitteilte, bekommt Kissing für die Pflege seiner Streuobstwiesen einen Obstbaumwart. Ein Mitarbeiter der Verwaltung werde auf einen entsprechenden Lehrgang geschickt.

Corona: Grünen-Fraktionssprecherin Kathrin Müllegger-Steiger erkundigte sich, wie in der Kissinger Verwaltung die Situation in Bezug auf die Corona-Pandemie sei und wie viele Mitarbeiter im Homeoffice arbeiten können. Verwaltungschef Hubert Geiger erklärte, dass bereits im Frühjahr die Büros mit Trennscheiben ausgerüstet worden seien. Auf den Gängen herrsche Maskenpflicht. Homeoffice sei vor allem während der Schulschließung stark genutzt worden und werde auch jetzt vor allem den Müttern in der Verwaltung angeboten. "Bisher sind wir hier sehr glücklich, weil wir keine ernsten Fällen hatten", sagte Geiger. Man reagiere jedoch immer auf die aktuelle Situation.

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