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01.09.2016

Eriträer arbeitet als Hausmeister

Seit diesem Jahr im April arbeitet Mebrahatom Johanns aus Eritrea in Kissing als Hausmeister im Seniorenheim Gabriel.
Bild: Heike Scherer

Mebrahatom Johanns im Seniorendomizil Gabriel angestellt

Mebrahatom Johanns fährt mit einem Wagen voller Müllsäcke mit dem Aufzug ins Erdgeschoss des Seniorenheims Gabriel in Kissing. Sein Wunsch, in Deutschland eine Arbeit zu finden, erfüllte sich schon vor vier Monaten. Nach einem sechswöchigen Praktikum bei Hausmeister Christian Danner wurde der 31-jährige anerkannte Flüchtling aus Eritrea als zusätzliche Hilfskraft im Haus Gabriel eingestellt.

Von montags bis freitags beginnt er dort seinen Dienst um 6.30 Uhr und arbeitet bis 14 Uhr. Er ist dafür zuständig, Müll zu entsorgen, die Bewohner mit Getränken zu versorgen, ihre Wäsche aus den Zimmern abzuholen und wieder auszufahren und kleine Reparaturen in den Wohnungen durchzuführen.

„Auch einige Räume hat er bereits bei uns gestrichen“, erzählt Christian Danner. Im Haus gebe es so viel Arbeit, dass ein zweiter Hausmeister unbedingt nötig sei, sagt ein anderer Angestellter der Einrichtung, der auf den Aufzug wartet.

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Mebrahatom, den seine Freunde nach seinem Nachnamen „Johannes“ nennen, ist mit seiner neuen Aufgabe sehr zufrieden. Die Mitarbeiter und Bewohner seien alle sehr nett zu ihm und er habe seine Deutschkenntnisse durch das tägliche Gespräch verbessern können. Nach einem einjährigen Deutschkurs in Kissing an zwei Tagen pro Woche hatte er einen sechsmonatigen Intensivkurs in Augsburg besucht. Sein größter Wunsch war es aber schon damals, bald einen Arbeitsplatz zu finden.

Auf der Suche nach einer eigenen Wohnung

Schön wäre es, wenn er außerdem bald auch eine eigene Wohnung finden würde, denn als anerkannter Flüchtling müsste er die Unterkunft in Kissing schon längst verlassen haben. (hese)

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