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11.03.2009

Erst flog eine Flasche, dann schlug einer zu

Aichach (nas) - Ein angeblicher Einbruch, eine große Menge Alkohol und aufgestauter Frust - diese Mischung führte im Sommer 2008 zu einer handgreiflichen Auseinandersetzung, wegen der jetzt zwei junge Männer in Aichach vor Gericht standen. Wegen gefährlicher Körperverletzung wurde ein 20-Jähriger aus dem nördlichen Landkreis verurteilt: Er muss 48 Sozialstunden leisten und 800 Euro an den Kinderschutzbund spenden. Sein Kontrahent, ein 18-jähriger Azubi, muss wegen vorsätzlicher Körperverletzung 72 Sozialstunden ableisten.

Einig über Vorgeschichte

Wie so oft trafen sich Ende August vergangenen Jahres Jugendliche in der Hütte, um zu feiern und zu trinken. Vor Gericht waren sich die jungen Leute lediglich über die Vorgeschichte einig: Der 20-Jährige und seine Freunde hatten den Azubi zum wiederholten Male beschuldigt, in einer anderen Jugendhütte eingebrochen zu haben. Der 18-Jährige stritt das ab, es kam zu einem Wortgefecht.

Nachdem sich eigentlich beide Parteien wieder beruhigt hatten, kam es gegen ein Uhr nachts dann zu dem verhängnisvollen Zwischenfall: Als der Azubi, wohl in der Absicht, die Gruppe erneut zur Rede zu stellen, auf den 20-Jährigen und zwei seiner Freunde zuging, schleuderte ihm dieser eine Bierflasche entgegen. Der 18-Jährige ging zu Boden, rappelte sich wieder auf und schlug, weil er nicht sicher war, wer die Flasche geworfen hat, den Freund des 20-Jährigen nieder.

Erst flog eine Flasche, dann schlug einer zu

Aussagen gingen auseinander

Dann gingen die Darstellungen des Vorfalls auseinander. Während nun die Clique des 20-Jährigen aussagte, der Azubi hätte grundlos zugeschlagen, hatten drei andere Zeugen den Flaschenwurf sehr wohl gesehen. Vor dem Schlag und nicht erst danach, wie die anderen Zeugen behaupteten.

Überdies hätte die Flasche den Azubi gar nicht getroffen, so der 20-Jährige und seine Freunde. Dessen Verletzungen erklärten sie damit, nach Gerüchten habe sich der Azubi nach dem Streit anderweitig erneut geprügelt. Dies wurde aber widerlegt.

Die Vertreterin der Staatsanwaltschaft Augsburg beantragte schließlich für beide Angeklagte Freizeitarrest. Da beide nicht vorbestraft sind, sah Richter Dieter Gockel davon ab.

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