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Schlossumbau in Mering

22.07.2016

Es war Liebe auf den ersten Blick

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Nach der großen Schlosssanierung feierte der Investor nun mit den beteiligten Firmen und den Eigentümern der neuen Wohungen, die in der denkmalgeschützten Meringer Immobilie entstanden sind.
Bild: Peter Stöbich

Gestern feierten die Besitzer der luxuriösen Wohnungen die Einweihung. Nach 16 Monaten ist die Sanierung weitgehend abgeschlossen.

Über das gelungene Ende eines millionenschweren Mammutprojekts freute sich Bürgermeister Hans-Dieter Kandler, als er gestern gemeinsam mit der schwedischen Sängerin Nilla Nielsen das symbolische rote Band vor dem Meringer Schlosstor durchschnitt. Das Anwesen war seit Oktober 2014 saniert und umgebaut worden, jetzt feierten die Vertreter der 20 beteiligten Firmen mit den Eigentümern der neuen Wohnungen die Fertigstellung.

Einige Restarbeiten müssen zwar vor allem an den Außenanlagen noch erledigt werden, doch im Herbst ist das Schloss dann endgültig bezugsfertig. „Sie haben gut gewählt“, sagte Kandler zu den Besitzern und zählte die Vorzüge der Marktgemeinde auf. Er zeigte sich froh darüber, dass das historische Gemäuer wieder mit Leben erfüllt wird und im neuen Glanz jetzt ein Schmuckstück für Mering darstellt.

„Wir hatten gar nicht gewusst, dass es hier ein Schloss gibt“, erzählten Ursula und Bernd Kraisy aus Friedberg, die durch ihren Sohn von der Immobilie erfahren und zwei Wohnungen zur Vermietung gekauft hatten. „Anlageobjekte gibt es genügend, aber in Mering hat uns das attraktive Ambiente und Konzept besonders gut gefallen“, so das Paar.

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Mario Massano, Geschäftsführer der Schloss Mering Estate GmbH, dankte allen am Bau Beteiligten und stellte fest: „Es war Liebe auf den ersten Blick, als ich mir das Gebäude angeschaut habe!“ Nach umfangreichen Abbrucharbeiten, bei denen auch die Überbleibsel der früheren Schlossbrauerei entfernt wurden, begann die eigentliche Sanierung am 9. März vergangenen Jahres. Brandschutz, Denkmalpflege, die Stellplatzfrage und viele andere Probleme konnten mit Landratsamt und Gemeinde einvernehmlich geklärt werden, berichtete Massano.

Er wird neben dem Eingangstor ein Büro beziehen, während sein Sohn Tobias im Schloss eine Stadtwohnung mit seiner Lebensgefährtin Nilla Nielsen hat. Die Sängerin aus Schweden umrahmte die Feier mit eigenen Songs und schnitt mit Kandler das symbolische Band durch, damit sich die Gäste im Innenhof ein Bild vom Fortschritt der Arbeiten machen konnten.

„Für die neuen Bewohner wird in der parkähnlichen Freifläche ein großzügiger Freiraum angelegt, auf dem auch Kinderspielgeräte, Müllstandplätze und Ständer für etwa 40 Fahrräder untergebracht sind“, kündigte Massano an. Außerdem soll es für die Gemeinschaft eine großzügige Springbrunnenanlage im Innenhof geben. Eingebettet in Echtsteine, wird sie über einen separaten Wasserkreislauf im Sommer für Abkühlung sorgen.

Das komplette Grundstück umfasst 9350 Quadratmeter; der große Schlosspark mit überdachten Carports entlang der Mauer soll als solcher erkennbar bleiben. Das vorhandene historische Turmhäuschen im Garten wird ebenfalls restauriert und als kleines Museum zur Ausstellung historischer Requisiten ins Gemeinschaftseigentum übernommen. Das Gebäude an der Bouttevillestraße hat eine lange Geschichte, die sich noch heute in der Architektur widerspiegelt. Ursprünglich eine Gründung der Welfen, war das Anwesen seit 1939 im Besitz der Familie Grauvogl gewesen. Der Brauereibetrieb, im Jahr 1604 erstmals erwähnt, wurde 1982 eingestellt.

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