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Es wird nicht leichter für den Einzelhandel in Friedberg

Kommentar Von Thomas Goßner
24.10.2020

Plus Der innerstädtische Einzelhandel in Friedberg muss Veränderungen als Chance begreifen, nicht als Bedrohung. Nur so kann er überleben.

Einzelhandel und Gastronomie in Friedberg sind bislang gut durch die Corona-Krise gekommen. Nach dem Lockdown im Frühjahr sind die Kunden bald wieder in die Innenstadt zurückgekehrt, die Landesausstellung sorgte über den Sommer für zusätzliche Belebung. Wo Geschäfte und Lokale schließen mussten, liegt die Vermutung nahe, dass es dort auch zuvor strukturelle Probleme gegeben hat.

Dennoch ist klar: Für den stationären Handel im Friedberger Zentrum wird es nicht einfacher. Das Fachmarktzentrum Unterm Berg zieht viele Kunden an, die den Weg nicht hinauf in die Altstadt finden. Wegen Corona können die zu Blumen-, Früchte-, oder Kürbisfest umdeklarierten Marktsonntage derzeit ebensowenig stattfinden wie der Friedberger Advent. Viel Kaufkraft ist - ebenfalls durch die Corona-Pandemie - ins Internet abgewandert. Und im Januar beginnt nun die Umgestaltung der Bahnhofstraße.

Umbau der Friedberger Bahnhofstraße sorgt für Beeinträchtigungen

Die ist zwar längst nicht mehr die Einkaufsstraße, die sie in früheren Jahrzehnten mal war. Dennoch dürfte der mit fast eineinhalb Jahren veranschlagte Umbau des wenige Hundert Meter langen Teilstücks zwischen Bauernbräu- und Ludwigstraße für Behinderungen und Beeinträchtigungen sorgen. Und das könnte sich auf die Innenstadt als Ganzes auswirken.

Gut, dass Stadt und Aktiv-Ring dem gemeinsam entgegensteuern. Ohnehin hat sich die Werbegemeinschaft unter der (nicht mehr ganz) neuen Geschäftsführerin Renate Mayer zu einem Antreiber entwickelt. In der Zusammenarbeit mit der (noch relativ) neuen Citymanagerin Bianca Roß und einem Team von Unternehmern entwickelt sich etwas, von dem Friedberg stark profitiert.

Impulse für die Innenstadt von Friedberg

Das anfangs nicht unumstrittene, aber doch erfolgreiche Konzept für die Marktsonntage ist dafür ein gutes Beispiel: Friedberg erhielt dafür den bayerischen Stadtmarketingpreis - eine Auszeichnung, die nicht nur mit einem Gutschein für Blumenschmuck, sondern auch mit einem Coaching für die Geschäftsleute verbunden war und so geeignet ist, weitere Impulse für einen lebendigen Innenstadthandel zu geben.

Ähnliches darf man sich vom Bahnhofstraßen-Projekt erwarten. Aktiv-Ring und Stadt wollen es mit einem Marketingpaket begleiten, das ebenfalls über den Tag hinaus wirken kann. Wichtig dabei ist freilich, dass der Umbau und die damit vordergründig verbundenen Beeinträchtigungen von der Geschäftswelt als Chance und nicht als Bedrohung verstanden werden.

Lesen Sie dazu unseren BerichtWie der Friedberger Einzelhandel sich online präsentieren kann

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