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Eurasburg

28.01.2020

Eurasburg investiert in besseres Internet

In solchen Mikrorohren werden Glasfaserkabel für die Versorgung mit schnellem Internet verlegt.
Foto: Marcus Merk

Plus Auch die Mobilfunkversorgung soll in Eurasburg ausgebaut werden. Die Gemeinde hat früh Fördergelder beantragt und ist jetzt deutschlandweit vorn dabei.

Die Gemeinde erstellt einen Masterplan für den weiteren Ausbau der Internet- und Mobilfunkversorgung. Nur mit diesem sind weitere finanzielle Förderungen durch den Bund in der Zukunft möglich. Die Kosten dafür trägt der Bund. Eurasburg hatte schon frühzeitig Fördergelder beantragt. Das zahlt sich jetzt aus. Das Geld für den geforderten Masterplan ist bereits vorhanden. Eurasburg ist damit unter den Gemeinden in Deutschland ganz vorn dabei. Einen wesentlichen Anteil daran trägt der ehrenamtliche Breitbandpate Ronny Höck, der die Fördermaßnahmen für die Gemeinde koordiniert und in der Sitzung den Gemeinderat informierte.

Eurasburg ist beim Breitbandnetz gut aufgestellt

Die Bundesregierung fördert deutschlandweit den Ausbau leistungsfähiger Breitbandnetze. Höck: „Die Informations- und Kommunikationstechnologie eröffnet wichtige Chancen, neue Wege des Zusammenlebens und der Zusammenarbeit, bessere Möglichkeiten zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, größere wirtschaftliche Erfolge.“ Um förderfähige Projekte in unterversorgten Gebieten möglichst schnell und effizient entwickeln zu können, fördert der Bund Beratungsleistungen, die die Planung und Durchführung solcher Vorhaben, um damit die Beantragung von Fördermitteln zu erleichtern.

Eurasburg steht bei der Erschließung des Breitbandnetzes durch bereitgestellte Fördermittel des Bayrischen Finanzministeriums der letzten Jahre am oberen Drittel deutscher Kommunen. Inzwischen stehen neue Fördermittel des Bundes zur Verfügung und die Gemeinde Eurasburg ist auf diesen Zug rechtzeitig aufgesprungen, um von diesem Kuchen etwas abzubekommen. Ziel der Bundesregierung ist es, in diesen privatwirtschaftlich unzureichend erschlossenen Gebieten Anreize zu setzen. Hierzu fördert die Bundesregierung mit finanziellen Mitteln lokale Projekte zum Aufbau einer zukunftsfähigen Netzstruktur.

Eurasburg bewarb sich früh um Fördermittel

Bereits 2019 stellte die Gemeinde beim Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur in Berlin ein Antrag auf Gewährung einer Zuwendung zur Förderung von Beratungsleistungen. Im November erhielt Ronald Höck einen genehmigten Zuwendungsbescheid über 50.000 Euro.

Für die Beratungsleistungen, zu denen auch das Erstellen eines Masterplanes gehört, schreibt der Fördergeber bestimmte Mindestleistungen vor. Darunter fällt die Erfassung und Darstellung der momentanen Breitbandversorgung (kabel- und funkgebunden), sowie die Kartierung der vorhandenen Netzinfrastruktur. Höck: „Der Masterplan stellt einen Fahrplan für die Zukunft dar.“

Falls im Gemeindegebiet punktuell Mobilfunkprobleme bei Planungen für Dorferneuerungsmaßnahmen, Wegesanierungen, Kanalsanierungen etc. sollte eine geeignete Leerrohrplanung für ein Glasfasernetz integriert werden. Im Rahmen dieses Programms findet auch eine professionelle Vermessung über alle Dienste und Netzbetreiber statt. Das Ergebnis ermöglicht qualifizierte Gespräche mit den Netzbetreibern und den Einstieg in das bayerische Mobilfunkförderprogramm.

Der Gemeinderat beschloss nach den Ausführungen Höcks die Planungen, Messungen und Dokumentationen, sowie die Erstellung des Masterplans für rund 11.000 Euro an das Ingenieurbüro Corwese zu vergeben.

Eurasburg verlegt Ausgleichsflächen

Weitere Themen im Gemeinderat:

  • Ausgleichsflächen Vertagt wurde ein Antrag der Firma Osterried auf Änderung des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes für das Recyclingzentrum bei Freienried. Dort sollen vorhandene Ausgleichsflächen verlegt werden, weil die Firma Platz für eine Erweiterung braucht, so Bürgermeister Paul Reithmeir. Die neuen Ausgleichsflächen sollen bei Rohrbach liegen. Es entspann sich eine Diskussion über Art der Ausgleichsflächen. Gemeinderat Olaf Redl fragte nach, was dort in welchem Umfang passieren soll und wie die Flächen bewirtschaftet werden. Mit Paul Reithmeirs Antwort, dass dies von den Fachbehörden im Landratsamt festgelegt wird, waren einige Gemeinderäte nicht zufrieden. Nachdem auch Herbert Meßner nach dem Grund für die Verlegung der Ausgleichsflächen und dem Grund dafür fragte und dies nicht eindeutig beantwortet werden konnte, wurde der Antrag zurückgestellt.
  • Friedhofsgebührensatzung Die Gemeinde hat den Auftrag für hoheitliche (staatlich kommunale) Bestattungsdienstleistungen an die Firma Bestattungsinstitut Friede übertragen.

Sportclub Eurasburg erhält Zuschuss der Gemeinde

  • Abwassergebühren Der Gemeinderat hat die Beitrags- und Gebührensatzung zur Entwässerungssatzung geändert. Neu aufgenommen wurde eine pauschale Abwasserhöchstmenge für Landwirte mit Viehaltung bei der Berechung der Schmutzwassergebühren. Diese wurde auf 50 Kubikmeter pro Person festgesetzt.
  • Sportclub Eurasburg Der Verein erhält von der Gemeinde einen Zuschuss von 1000 Euro für die Beschaffung von Torbeschwerungen für die Jugendfußballtore. Die Gesamtkosten liegen bei 1800 Euro. Den Restbetrag trägt die Vereinskasse. Die Torbeschwerungen sollen das unbeabsichtigte Umfallen der Fußballtore und eine Gefährdung der Sportler verhindern.
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