Newsticker
Spahn: Schnell- und Selbsttests könnten helfen, Veranstaltungen zu ermöglichen
  1. Startseite
  2. Lokales (Friedberg)
  3. Eurasburg investiert ohne Schulden

Bürgerversammlung

08.01.2019

Eurasburg investiert ohne Schulden

Die neue Kindertagesstätte ist eines der wichtigsten Projekte der Gemeinde Eurasburg in diesem Jahr. 
Bild: Architekturbüro Tina Gerrer

Bürgermeister Paul Reithmeir berichtet in Eurasburg, was heuer alles geplant ist. Für eine Ankündigung erhält er Applaus von den Anwesenden.

Trotz mehrerer Großbauprojekte bleibt die Gemeinde schuldenfrei. Dies berichtete Bürgermeister Paul Reithmeir bei der Bürgerversammlung. Wichtige Themen waren dabei die geplante Erweiterung der örtlichen Kindertagesstätte und der Neubau des Rathauses.

80 Bürgerinnen und Bürger waren am 6. Januar der Einladung zur einzigen Bürgerversammlung in der Gemeinde Eurasburg gefolgt. In der Sportparkgaststätte informierte Bürgermeister Paul Reithmeir über die Gemeindepolitik im zurückliegenden Jahr und gab einen Ausblick auf anstehende Projekte. Traditionell gaben die Sternsinger ihre Segenswünsche an die Anwesenden weiter. Aktuell leben 1778 Menschen in der Gemeinde, was einem Zuwachs von 14 Personen zum Vorjahr entspricht. 107 Menschen aus insgesamt 29 Nationen haben eine ausländische Staatsangehörigkeit, das bedeutet einen Ausländeranteil von 6,24 Prozent. 282 Menschen sind über 65 Jahre alt, davon 58 über 80 Jahre.

Haushalt Erstmals war im vergangenen Jahr mit 2,13 Millionen Euro die Gewerbesteuer auf dem ersten Platz bei den Einnahmen. Sie stiegen auf mehr als das Doppelte. Aus der Einkommenssteuer der Bürger fließen 1,23 Millionen Euro in die Gemeindekasse. Hinzu kommen unter anderem als größte Posten die Grundsteuer (201484 Euro), Schlüsselzuweisungen des Freistaates (121392 Euro) und Kanalgebühren (244717 Euro). Den größten Ausgabeposten bildete die Kreisumlage mit 822339 Euro. Erfreulich, die Gemeinde ist weiterhin schuldenfrei. Lediglich über den Schulverband steht die Gemeinde mit 314 Euro pro Bürger in der Kreide. Dem stehen jedoch Pro-Kopf-Rücklagen in Höhe 1661 Euro gegenüber.

Projekte 2019 Als Schwerpunktprojekte 2019 bezeichnete Bürgermeister Reithmeir Rathausneubau, Neubaugebiet „Am Oberfeld“, Kita-Erweiterung, Umbau des Feuerwehrhauses und den Anschluss an die Kläranlage der Stadt Friedberg. Der bereits begonnen Rathausneubau liegt im Plan, die Kellerdecke auf der Tiefgarage ist betoniert. Reithmeir: „Auf dem nördlichen Teil des Grundstückes ist noch Platz für ein weiteres Gebäude, wie beispielsweise ein Ärztehaus falls dies erforderlich ist.“

Keine Baugrundstücke auf dem freien Markt

Im Neubaugebiet läuft die Vergabe der Grundstücke. Einige Grundstücke will die Gemeinde noch zurückhalten, um auch später noch Bauland für Einheimische bereitstellen zu können. „Ein Verkauf auf dem freien Markt ist nicht geplant.“ stellte Reithmeir fest. Mit der Kita-Erweiterung will sich die Gemeinde für die Zukunft rüsten. Aktuell ist die Kita an der Kapazitätsgrenze. Da die Gemeinde weiter wächst, will man durch den Anbau die Kapazität auf 120 Kinder verdoppeln, um auch weiterhin allen Kindern aus der Gemeinde einen Platz anbieten zu können.

Bei einer Übernahme von Kita-Gebühren durch den Freistaat, wie sie derzeit geplant ist, könnten sich noch mehr Eltern entschließen ihre Kinder dort betreuen zu lassen. Reithmeir: „Wir werden hier nicht den Fehler machen zu klein zu planen. Andere Gemeinden in der Umgebung haben hier bereits die Erfahrung gemacht, dass Kitas nach der Fertigstellung schon wieder zu klein waren. Wir werden auch nicht den Fehler machen, das positive Gesamtbild des ortsbildprägenden Kita- und Schulbaus aufzugeben.“ Im Mai soll es laut Reithmeir schon mit dem Bau losgehen, noch heuer will man ihn fertigstellen, um hohe Zuschüsse des Freistaates zu sichern.

Zur Bürgerfrage nach ähnlichen Plänen für die Grundschule meinte Reithmeir, die Gemeinde habe keine aktuellen Pläne, aber das Thema habe man schon auf dem Schirm. „Aktuell sind die Räume ausreichend. Das Thema kommt eventuell aber noch auf uns zu“, stellte der Bürgermeister fest.

Bürgermeister droht mit Bußgeldern

Hundekot Erstmals will Bürgermeister Paul Reithmeir heuer Bußgelder gegen uneinsichtige Hundehalter verhängen, wenn dies die Hinterlassenschaften ihres Tieres nicht entsorgen. Reithmeir: „Wir haben mehrere Behälter für Hundekot aufgestellt. Leider gibt es immer noch Leute, die zum Ärger der Anderen, Hundekot einfach liegen lassen, obwohl sie verpflichtet wären, das wegzuräumen. 2019 werden wir dafür Bußgelder verhängen.“ Dafür gab es in der Bürgerversammlung den einzigen Applaus.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren