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Aikido

26.03.2015

Faires Miteinander im Kampfsport

Auch die kleinen Aikidoka sind in Kissing mit großem Engagement bei der Sache, wenn es darum geht Selbstverteidigung zu üben.
Bild: Ralph Romer

Kinder und Jugendliche aus ganz Bayern bei Kissinger Abteilung

Es ist schon etwas Besonderes, wenn mehr als 35 Kinder ab sechs Jahren und Jugendliche aus ganz Bayern sich zu einem gemeinsamen Training treffen. Die Aikido-Abteilung des KSC in Kissing hatte zu einem gemeinsamen Training speziell für den Nachwuchs geladen.

Unter der Leitung von Melanie Schad (2. Dan) aus Frankfurt/Main trainierten Kinder und Jugendliche zwischen sechs und 13 Jahren spezielle Selbstverteidigungstechniken auf altersgerechte Weise. Aikido ist eine Kampfkunst, die ihren Ursprung in Japan hat und Techniken verwendet, die früher schon die Samurai praktiziert hatten. Dabei wird nicht nur der Körper geschult, sondern auch auf den Gegner eingegangen. Neben der eigenen Selbstwahrnehmung entsteht so auch das Gefühl für ein faires Miteinander.

Melanie Schad gelang es, eine ganze Reihe anspruchsvoller Techniken speziell für die Kinder aufzubereiten. Ob beim gefahrlosen Abrollen oder beim Abwehren von Schlagangriffen – das Training blieb immer für alle spannend. Sehr einfühlsam ging die Meisterin auf die Bedürfnisse ein: Nach Übungen und Erläuterungen gab sie kindgerecht gestaltete Spielphasen und erholsame Getränkepausen. „Man hat gemerkt, dass alle ihren Spaß hatten“, sagt Melanie Schad (27). „Mir ist es wichtig, die Begeisterung zu wecken und lebendig zu halten. Dann ist das Training auch langfristig ein Erfolg.“ Seit über 16 Jahren ist Melanie Schad bereits im Aikido aktiv und hält durchschnittlich zwei Lehrgänge pro Jahr in Hessen speziell für diese Zielgruppe ab.

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Der Termin in Kissing war ihr erster Lehrgang außerhalb des eigenen Bundeslandes, den sie leitete. „Ich möchte die Kinder ernst nehmen, gleichzeitig aber auch Präsenz zeigen.“ Durch die Übungen könnten die jungen Aikidoka lernen, körperlich und geistig locker zu bleiben. „Das haben alle super umgesetzt!“ freut sich die Leiterin. Dass das auch bei den Teilnehmern so ankam, bestätigten zwei 13-Jährige: „Melanie war einfach super!“

Lehrgangsorganisatorin Karina Rettenberger und KSC-Abteilungsleiter Ralph Romer waren voll des Lobes über die Trainerin. „Uns freut auch der große Zuspruch, den der Kurs hatte. Das bestätigt uns darin, auch weiter das Augenmerk auf die Kinder- und Jugendarbeit zu legen.“

Neben offenem Training bietet die Abteilung jeden Freitag zwei spezielle Termine für Kinder und Jugendliche an. Weiteres ist unter www.aikidokissing.de zu finden. Auch auf bayerischer Ebene war der Lehrgang etwas Besonderes: Josef Nemeth, Landesjugendleiter beim Aikido-Verband Bayern, sagte: „Dieses Landestraining bieten wir so jedes Jahr an. In diesem Jahr hatte der Verband Kissing als Standort ausgewählt. Und das hat auch so gepasst.“

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