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Friedberg

12.12.2020

Familie Irringer verkauft ihren Weihnachtsschmuck jetzt daheim

Daniela Holzmüller (links) und Gertrud Irringer verkaufen normalerweise Weihnachtsschmuck aus Glas auf dem Friedberger Advent.
Bild: Elisa Glöckner (Archivfoto)

Plus Die Familie Irringer aus Friedberg vermisst nicht nur den "Friedberger Advent", sondern auch das Drumherum. Trotz Corona-Pandemie kann man den Glasschmuck bestaunen.

Seit mehr als 27 Jahren ist der "Friedberger Advent" für die Familie Irringer eine Institution. Bereits in zweiter Generation verkaufen Gertrud Irringer und inzwischen auch Tochter Daniela Holzmüller mundgeblasenen und handbemalten Weihnachtsschmuck aus Glas, den sie jedes Jahr persönlich bei ihren Glasbläsern in Thüringen aussuchen. Gertrud Irringers Herz blutet, wenn sie daran denkt, dass es heuer keinen Adventsmarkt gibt: „Jetzt sitzen wir auf den vielen Kugeln, die wir bereits im Januar und Februar bei den Glasbläsern direkt oder auf Fachmessen bestellt haben.“ Doch so schnell gibt sie nicht auf.

Die Familie „lebt ihren Friedberger Advent“ und vermisst den Markt sehr. „Wir machen die Menschen gerne glücklich mit unseren Waren. Vieles wählen wir individuell für unsere Kunden aus“, so Irringer. Vor zwei Jahren gab es den Friedbär aus Glas mit Flügeln, den sie extra haben anfertigen lassen. Für die Familie ist es nicht nur der Verkauf, sondern viel mehr: Es ist die Liebe zu ihrer Heimatstadt und das besondere Gefühl der Vorweihnachtszeit.

Gertrud Irringer (rechts) und Tochter Daniela Holzmüller verkaufen ihre Waren nun zu Hause in der Bauernbräustraße in Friedberg.
Bild: Irringer

So kam die Familie Irringer auf den Friedberger Advent

Der Stand der Irringers wäre wieder in der Nähe der ehemaligen Stadtsparkassen-Filiale gewesen. „Wir dekorieren unseren Marktstand wochenlang, da ist jeder Zentimeter ausgenutzt. Das geht uns alles sehr ab und wir vermissen unsere Stammkunden sehr. Wir sind wie eine kleine Familie“, sagt Daniela Holzmüller, die schon als kleines Kind beim Verkaufen mitgeholfen hat.

Zu ihrem Weihnachtsschmuck kam die Familie über Bekannte. Dann sind sie los nach Thüringen und haben bei den Glasbläsern eingekauft. Inzwischen sind Freundschaften entstanden. Die Irringers freuen sich schon jetzt wieder auf die neuen Weihnachtskugeln.

Wie die Irringers auf den Friedberger Advent kamen? „Mein Schwager ist Xaver Mayr aus Holzburg, der auch immer mit seinen Holzkrippen auf dem Markt ist. Er hat gesagt, da müssten wir auch mitmachen und unsere schönen Sachen verkaufen", erinnert sich Gertrud Irringer. Neben den Glaskugeln hat die Friedbergerin Krippen und Krippenfiguren, Kerzen sowie Räuchermänner im Angebot.

Weihnachtsschmuck in Friedberg: Anmelden für die Ausstellung

Die Familie hofft, dass im nächsten Jahr alles wieder normal läuft und sie ihren Stand aufbauen sowie ihre Stammkunden treffen können.

Auf ihrer Internetseite www.friedberger-weihnachtsschmuck.de, die sie sehr kurzfristig erstellt haben, können Weihnachtsschmuck-Liebhaber die Waren der Irringers begutachten. Wer die Ausstellung in der Bauernbräustraße 46 besuchen möchte, sollte sich vorher anmelden. Am besten per Mail an daniela.holzmueller@gmail.com oder telefonisch unter 0821/606840.

Übrigens: Auf der Seite www.friedberger-advent.de der "Bürger für Friedberg" lässt sich ein virtueller Einkaufsbummel rund um St. Jakob unternehmen.

In einer Serie stellen wir Fieranten des Friedberger Advents vor, um sie in diesen schwierigen Zeiten zu unterstützen. Dies ist Folge 4. In der nächsten Folge geht es um Elisabeth Nassl mit ihren Glubberl und der Brandmalerei.

Lesen Sie auch die anderen Folgen unserer Serie:

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