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Tennis

22.01.2019

Federer-Bezwinger flog in Friedberg raus

Da war die Überraschung in Melbourne perfekt: der 20 Jahre alte Grieche Stefanos Tsitsipas (links) wirft den Titelverteidiger Roger Federer aus dem Turnier. Vor viereinhalb Jahren spielte Tsitsipas beim ITF-Turnier in Friedberg – und wurde damals disqualifiziert.
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Da war die Überraschung in Melbourne perfekt: der 20 Jahre alte Grieche Stefanos Tsitsipas (links) wirft den Titelverteidiger Roger Federer aus dem Turnier. Vor viereinhalb Jahren spielte Tsitsipas beim ITF-Turnier in Friedberg – und wurde damals disqualifiziert.
Bild: Mark Schiefelbein/dpa

Stefanos Tsitsipas wirft in Melbourne den Titelverteidiger aus dem Wettbewerb. An die Herzogstadt hat das große Talent nicht die allerbesten Erinnerungen.

Es war eine der großen Überraschungen bei den Australian Open in Melbourne: Der Grieche Stefanos Tsitsipas warf den an Nummer drei gesetzten Altmeister und Titelverteidiger aus der Schweiz, Roger Federer, der in Australien schon sechsmal triumphieren durfte mit 6:7, 7:6, 7:5, 7:6 aus dem Rennen. Das dürfte einer der größten Erfolge des 20 Jahre alten Tsitsipas gewesen sein, der für dieses Husarenstück auch von Deutschlands Tennis-Legende Boris Becker in den höchsten Tönen gelobt wurde.

Bei dem Namen Tsitsipas dürfte auch bei eingefleischten Tennisfans in Friedberg und Umgebung vielleicht etwas geklingelt haben. So auch beim Vizepäsidenten des TC Friedberg, Peer Braml. Der erinnerte sich nämlich daran, dass Stefanos Tsitsipas auch schon auf der Anlage des TCF sein Racket geschwungen hatte – und zwar im Jahr 2014.

Da musste der damals 16-Jährige als Nummer 2205 der Weltrangliste in die Qualifikation beim ITF-Turnier, den Friedberg Open. Die erste Qualifikationsrunde überstand der Grieche mit 6:1, 3:6, 6:4 gegen den Spanier Manzarbeitia-Ugarte, doch schon in Runde zwei kam für den Teenager damals das Aus – und zwar auf nicht alltägliche Weise.

17 Minuten zu spät gekommen

„Er musste in der zweiten Runde von unserem Supervisor Sören Friemel disqualifiziert werden, weil er zum Spiel gegen Tukic-Walterscheid um 17 Minuten zu spät kam“, erinnert sich Peer Braml. „Er wurde damals noch von seinem Vater begleitet und der hat angeblich für das zweite Spiel die Anlage nicht mehr gefunden“, so Braml, der bei den ITF-Turnieren, die bis 2015 auf der Friedberger Anlage stattfanden, als Turnierdirektor fungierte.

„Das war übrigens die einzige Disqualifikation in Tsitsipas’ Karriere – und übrigens auch die einzige in der Geschichte der Friedberg Open“, erzählt Braml.

Weltweit für Schiedsrichter zuständig

Der Supervisor der ITF-Turniere in Friedberg, Sören Friemel, ist bei der ITF (International Tennis Federation) mittlerweile „Head of Officiating“, also weltweit für das Schiedsrichterwesen zuständig – und bei allen vier Grand-Slam-Turnieren auch als Supervisor im Einsatz.

Somit laufen sich Stefanos Tsitsipas – mittlerweile bereits die Nummer 14 der Weltrangliste – und Sören Friemel immer wieder mal über den Weg. „Und wenn sie sich treffen, dann ist die Disqualifikation in Friedberg immer noch ein Thema“, erzählt Peer Braml, der ebenso wie TCF-Präsident Staphan Pasdera immer noch Kontakt zu Friemel pflegt. Allerdings wohl eines, worüber die beiden Protagonisten mittlerweile auch schmunzeln können.

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