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Friedberg

04.12.2019

Feuerwehr befreit Frau aus hüfttiefem Schlamm

Zwischen Dickelsmoor und Derching (Stadtgebiet Friedberg) musste die Feuerwehr eine Frau aus dem Schlamm retten.
Bild: Serge Carthwright, dpa (Symbolfoto)

Eine Spaziergängerin will zwischen Derching und Dickelsmoor einen Hund retten. Das wird ihr zum Verhängnis. Die Feuerwehr muss anrücken.

Vor Treibsand und Eis wird immer wieder gewarnt – dass ein Mensch im Schlamm stecken bleibt, ist selten. So geschehen aber nun zwischen Derching und Dickelsmoor (Stadtgebiet Friedberg). Eine Spaziergängerin war dort mit ihrem Hund unterwegs. Das Tier lief weg und blieb nahe einem Teich im Schlamm stecken. Die Frau machte sich auf, es zu retten – und saß selber fest. Wie die Feuerwehr Stätzling berichtet, schaffte es der Ehemann der Frau nicht, sie zu befreien. Auch für die alarmierten Feuerwehren aus Derching (die Wehr hatte die Einsatzleitung) und Stätzling war es kein einfaches Unterfangen.

Feuerwehren Stätzling und Derching graben die Frau mit bloßen Händen aus

Die Frau habe hüfttief im Schlamm im Bereich einer Kiesgrube gesteckt. Die Feuerwehrleute näherten sich ihr auf Steckleitern und stabilisierten mit Leitern auch den nahen Umkreis um die Frau. Mit bloßen Händen gruben die Männer sie dann aus – „drei Mann für ein Bein“, wie Stätzlings Kommandant Jürgen Mair berichtet. Eingesetzte Spaten seien sofort im Schlamm stecken geblieben und deshalb völlig nutzlos gewesen.

Für die Feuerwehr war die Rettungsaktion eine Premiere

Die Frau wurde schließlich mithilfe eines sogenannten Spineboards – ein Rettungsbrett mit Griffen – auf sicheren Boden gebracht und in die Hände von Sanitätern übergeben. „Der Einsatz war für uns eine Premiere, wie mussten improvisieren – ein bisschen wie bei einer Eisrettung“, so Mair. Dramatisch wurde die Rettung vor allem dadurch, dass im Lauf des Einsatzes die Dunkelheit hereinbrach. Der Hund übrigens war schon wieder frei, als die Feuerwehren anrückten.

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