1. Startseite
  2. Lokales (Friedberg)
  3. Flüchtlinge kommen in Turnhalle des Gymnasiums

Asyl im Wittelsbacher Land

17.08.2015

Flüchtlinge kommen in Turnhalle des Gymnasiums

Bild: Foto: Andreas Schmidt

200 Menschen finden dort vorübergehend Quartier. Der Unterricht soll davon nicht berührt sein.

In der Sporthalle des Friedberger Gymnasiums wird eine Notaufnahme für Asylbewerber eingerichtet. Bis zu 200 Flüchtlinge sollen dort vom 28. August an untergebracht werden. Dies teilte das Landratsamt am Montagnachmittag mit.

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

Dieser Inhalt ist älter als 30 Tage und steht daher nur Abonnenten mit einem Plus+ Abo zur Verfügung.
Jetzt ab 0,99 € testen

In Schwaben gilt derzeit aufgrund der angespannten Situation im Bereich Asyl der Notfallplan. Wie bereits angekündigt, hat sich der Landkreis Aichach-Friedberg in den letzten Wochen organisatorisch alle Maßnahmen ergriffen, um die für das Wittelsbacher Land verpflichtende Not-Erstaufnahmeeinrichtung vorzubereiten. Nach den Auskünften der Regierung von Schwaben rechnet das Landratsamt mit der Zuweisung von bis zu 200 Menschen.

Sie werden voraussichtlich ab 28. August für insgesamt eine Woche in einer Ersteinnahmeaufrichtung aufgenommen und von dort aus durch anwesende Mitarbeiter der Regierung von Schwaben innerhalb weniger Tage entsprechend dem Verteilungsschlüssel bundesweit anderen Städten und Landkreisen zugewiesen.

Flüchtlinge kommen in Turnhalle des Gymnasiums

Als geeignete kurzfristige Erstaufnahmeeinrichtung haben sich die Fachkräfte des Notfallplan-Teams im Landratsamt in Kooperation mit der Stadt Friedberg und der Schulleitung für die Sporthalle des Gymnasiums Friedberg in der Rothenbergstraße entschieden. Da die Aufnahme der Flüchtlinge in der Turnhalle auf eine Woche begrenzt ist und noch in der Ferienzeit liegt, geht das Landratsamt davon aus, dass der Schulbetrieb nicht davon betroffen sein wird. Auch der Friedberger Musiksommer, der vom 2. September an unter anderem in der benachbarten Rothenberghalle stattfindet, wird nach Auskunft einer Behördensprecherin nicht von der Erstaufnahmeeinrichtung berührt.

Für die Ankunft der Flüchtlinge laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren: Strom, Wasser, Licht und Sanitäranlagen werden geprüft, vorbereitet und Schlafplätze eingerichtet. Das Betreuungspersonal verschiedener Einrichtungen wie THW, Feuerwehr, Caritas, Landratsamt und Stadt Friedberg wird ab 28. August eine Woche lang gemeinsam für eine entsprechende Versorgung der Asylbewerber mit Lebensmitteln, Hygiene-Artikeln und einer medizinischen Betreuung sorgen. So soll die bestmögliche, Unterbringung der Asylbewerber gewährleistet werden. (gth)

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren