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Sitzung

19.01.2019

Fräsrillen auf der Fahrbahn?

Könnten solche Fräsrillen die Kreisstraße bei Laimering sicherer machen? Mit dieser Frage beschäftigte sich der Dasinger Bauausschuss.

Warum eine Kreuzung in Laimering vorerst nicht entschärft wird – und der Dasinger Bauausschuss ein fertiges Haus genehmigen musste

Zwischen der Westerncity und der Einmündung Zur Ziegelei/Am Birkfeld in Laimering läuft die Straße mehrere Hundert Meter geradeaus. „Wir brauchen eine Markierung, damit man am Lenkrad wahrnimmt, dass da eine Kreuzung kommt“, erklärte Gemeinderatsmitglied Anton Plöckl (CSU) in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses. Er hatte bei der Verwaltung einen Antrag eingereicht, die Stelle zu entschärfen – die Räte haben diesen nun mehrheitlich abgelehnt.

Zum Hintergrund: Vor elf Jahren krachten an der Kreuzung zwei Fahrzeuge ineinander. Einer der Autofahrer starb damals schwer verletzt am Unfallort. Im vergangenen Jahr gab es an derselben Stelle erneut einen Zusammenstoß. Wieder hatte ein Autofahrer die Vorfahrtsregel an der Kreuzung missachtet. Die Beteiligten wurden leicht verletzt.

Um den Antrag von Plöckl zu bewerten, hatte die Verwaltung wie üblich auch die Polizei um eine Einschätzung gebeten. Und die halte es für nicht zulässig, die Fahrbahn an dieser Stelle mit Fräsrillen zu versehen, berichtete Bürgermeister Erich Nagl (Freie Wähler) dem Bauausschuss. Anton Menzinger (Freie Wähler) wollte daraufhin wissen, was passiert, sollte die Gemeinde die Markierung trotzdem anbringen. „Die Straße gehört dem Landkreis, die können das wieder entfernen“, antwortete Nagl. Zusätzlich gab er zu bedenken, dass Bürger bei einer positiven Entscheidung weitere Markierungen fordern könnten. „Wir machen damit natürlich ein Fass auf, das wir nicht mehr zubringen“, so Nagl.

Schon länger denkt die Gemeinde darüber nach, die Kreuzung mit einem Kreisverkehr zu entschärfen. Wann es so weit sein könnte, dazu gibt es noch keine Prognose. Beim Grunderwerb, der für den Umbau notwendig ist, mache man Fortschritte, so Nagl. Die Räte lehnten den Antrag schließlich mehrheitlich ab. Bei der nächsten Verkehrsschau mit der Polizei Friedberg soll das Thema aber noch einmal auf den Tisch kommen.

Der neue Anbau auf dem Laimeringer Friedhof steht bereits. Trotzdem beschäftigte sich der Bauausschuss in seiner Sitzung mit dem Leichenhaus. Der Grund: Die Gemeinde hat sich bei der Größe des Neubaus verschätzt. Nagl zufolge ging die Verwaltung davon aus, dass das Haus kleiner und damit genehmigungsfrei sei. Eigentlich hätten aber die Räte für das Projekt grünes Licht geben müssen. Das holten sie nun in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses einhellig nach. Nun muss noch das Landratsamt zustimmen. Nagl sieht diesbezüglich aber keine Probleme auf die Gemeinde zukommen.

Nach wie vor ist das Gelände der Westerncity von Brandschäden gezeichnet. Die Veranstalter wollen deshalb auch in diesem Jahr mobile Getränke-, Imbiss- und Verkaufsstände aufstellen. Einem entsprechenden Antrag stimmten alle Mitglieder des Bauausschusses zu. Im September hatte der Betreiber im Gemeinderat angefragt, ob sich die Räte eine Neubebauung der Fläche vorstellen könnten. Entwürfe lagen noch nicht vor. Damals einigten sich die Räte darauf, einen Bebauungsplan „in Aussicht zu stellen“. Nagl zufolge hat die Westerncity bisher noch keine konkreten Pläne eingereicht.

Die Stände, die nun als Übergangslösung aufgestellt werden, kommen wie im vergangenen Jahr vom Weihnachtsmarkt vor der City-Galerie in Augsburg. (maikö)

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