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Friedberg bekommt Besuch aus einer fremden Welt

Tom Trilges
Kommentar Von Tom Trilges
01.10.2019

Hinter dem Besuch von König Peter Anugwu aus Nigeria in Friedberg steckt mehr als Händeschüttlen. Die Pallottiner verdienen Unterstützung für ihre Projekte in Afrika.

Ein König in Friedberg – das gibt es nicht alle Tage. Was diesen Besuch aber vor allem besonders macht ist, dass Igw Peter Anugwu Eindrücke aus einer Welt mitbringt, von der sich viele hierzulande gar nicht vorstellen können, dass sie wirklich existiert.

Eine nämlich, in der Könige seit Jahrhunderten über Gebiete entscheiden, die nicht einmal die Größe Friedbergs haben - und das, obwohl Nigeria formell eine Demokratie ist. Eine, in der der durchschnittliche Bewohner minderjährig ist. Und eine, in der es echte Armut gibt und dazu brutal ausgetragene Glaubenskriege mit Toten – Tag für Tag. Viele verschließen vor solch riesigen Problemen die Augen – nicht so die Pallottiner. Ihr jahrelanges Engagement in Mbaukwu scheint zunehmend Früchte zu tragen.

Fragwürdige Strukturen mit Alleinherrschern müssen uns nicht gefallen. Sie sind aber an Orten wie Mbaukwu Tatsachen, mit denen es zu arbeiten gilt. Brücken in solche uns fremde Welten zu schlagen und unter den gegebenen Bedingungen Gutes zu tun, ist ein ehrenwerter und zutiefst humaner Dienst. Friedberg kann stolz sein auf eine Gesellschaft wie die Pallottiner und sollte sie – fernab reiner Glaubensfragen – in ihrem sozialen Einsatz unterstützen.

Lesen Sie auch: Ein König aus Nigeria besucht Friedberg

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