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Auszeichnung

17.07.2014

Friedberg hat einen neuen Ehrenbürger

„Ich habe nur das getan, was man von einem Staatsbürger erwartet: mitzuhelfen, die Stadt zu gestalten.“Reinhard Pachner
Bild: Foto_Thomas Goßner

Stadt verleiht höchste Auszeichnung an Reinhard Pachner. Der verrät, was ihn daran am meisten freut

Friedberg Für Bürgermeister Roland Eichmann ist es die ganz besondere Anerkennung eines ganz besonderen Wirkens. Ob als Stadtrat, als Kreisrat, als 2. Bürgermeister oder als Landtagsabgeordneter – stets habe Reinhard Pachner die Möglichkeiten seines Amtes genutzt, um den Menschen Unterstützung bei ihren Anliegen zu geben, sagte Eichmann. In Anerkennung dieser Verdienste haben Ältestenrat und Stadtrat bereits im April beschlossen, Pachner die Ehrenbürgerwürde zu verleihen. Und was Pachner daran besonders freut: Diese Entscheidung fiel einstimmig, obwohl der CSU-Politiker auch nach eigenem Eingeständnis ein nicht immer handsamer Kollege war. „Ich bin mehr der barocke Typ“, räumte Pachner ein, nicht alles widerspruchslos zu schlucken, was ihm so vorgesetzt wird: „Bessern tu ich mich nicht mehr, aber ich bleibe so“, versprach er schmunzelnd.

Gemeinsam enthüllten Eichmann und Pachner die Tontafel mit dem Namen des neuen Würdenträgers im ersten Stock des Rathauses. Pachner ist der zehnte Friedberger Ehrenbürger und zusammen mit seinem langjährigen Wegbegleiter Albert Kling einer von zwei noch lebenden. Nur in Ausnahmefällen sieht die Ehrensatzung der Stadt Friedberg diese herausragende Auszeichnung vor, die aber mit keinen materiellen Vorteilen verknüpft ist.

Bürgermeister Eichmann würdigte in seiner Laudatio die Arbeit Pachners in vielen politischen und gesellschaftlichen Funktionen. Von 1978 bis 2004 gehörte er dem Stadtrat an, von 2002 bis 2014 dem Kreistag von Aichach-Friedberg. Elf Jahre lang, bis zum Herbst 2013 vertrat Pachner die Interessen des Wittelsbacher Landes und seiner Heimatstadt im Bayerischen Landtag. Aber auch auf vielen anderen Ebenen engagiert sich Pachner, der 1944 im Böhmerwald geboren wurde und als Kind in den heutigen Friedberger Stadtteil Heimatshausen kam: Er ist Bezirksvorsitzender des Bundes der Vertriebenen in Schwaben, Vorsitzender des Komitees für die Städtepartnerschaft mit Völs am Schlern und Mitglied in rund 30 Vereinen. Für seinen vielfältigen Einsatz wurde er bereits mit dem Goldenen Ehrenring der Stadt Friedberg, mit dem Verdienstkreuz der Feuerwehr, der Verdienstnadel der Gemeinde Völs, der Kommunalen Dankurkunde und der Ehrenmitgliedschaft der Stadtkapelle ausgezeichnet.

„Man muss versuchen, in der Mitte der Bevölkerung zu bleiben“, sagte Pachner: „Das ist wichtig für einen Politiker.“ Im Rückblick stellte er fest: „Es hat mich viel Kraft gekostet, es hat mich viel Zeit gekostet, aber schön war es doch. Ich kann auf ein Tagwerk zurückblicken, das Spaß gemacht hat.“ Frei von allen Mandaten hat der 70-Jährige nun mehr Zeit für seine Hobbys, zum Walken, Wandern, Skifahren, Garteln und für die Beschäftigung mit der nativen Bauernmalerei. 

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