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Open Air

25.02.2015

Friedberg macht es den Franzosen nach

Nicht nur Blasmusik wird beim internationalen Tag der Musik am 21. Juni in der Friedberger Innenstadt zu hören sein.
Bild: Andreas Schmidt

Am internationalen Tag der Musik ruft die Stadt dazu auf, draußen an ungewöhnlichen Orten aufzuspielen

Von Andreas Schmidt

In Berlin ist daraus in zwei Jahrzehnten ein Riesenfestival ohne Eintritt geworden. Friedberg steht jetzt am Sommerbeginn ganz am Anfang mit dem internationalen Tag der Musik, das nach seinem Ursprung in Frankreich Fête de la Musique heißt. Was in Paris seinen Anfang nahm, setzt sich damit am Sonntag, 21. Juni, auch in Friedberg fort. Mit das Besondere ist, dass Musik an ungewöhnlichen Auftrittsorten im Freien erklingt.

Die Idee, den Franzosen nachzueifern, hatte Bürgermeister Roland Eichmann. Über die inzwischen fast weltweit erfolgreiche Initiative hatte er in der Partnerstadt Bressuire und von einer Bekannten aus Paris viel Positives gehört. Eichmann kann sich auch Friedberg gut als große Bühne für ein Musikfest vorstellen.

An passenden Auftrittsorten dürfte es in der Friedberger Innenstadt mit ihren Innenhöfen nicht hapern, wie schon erste Rückfragen ergeben haben. Die städtische Kulturabteilung hat da quasi offene Türen eingerannt. So würden beispielsweise das Altstadtcafé Weißgerber, das Cosmos-Café, das gezz-Café, die Samok-Bar und das Restaurant zum Herzog Ludwig den Musikern gerne eine Plattform bieten. Konditor Willi Weißgerber warnte im Scherz: „Ich sage Ihnen gleich: Ich spiele furchtbar Gitarre.“

Es sind allerdings üblicherweise nicht die Gastronomen selber, die musikalisch aktiv werden. Richtige Musiker sind gefragt – ob nun Laien oder Profis. Bedingung ist ein honorarfreier Auftritt, wie grundsätzlich beim Fête de la Musique. Den Hut können die Mitwirkenden herumgehen lassen für eine Belohnung durch das Publikum. Wechselnde Auftrittsorte und alle Stilrichtungen sind möglich.

Bislang hat die Kulturabteilung der Stadt noch gar nicht angefangen, richtig die Werbetrommel zu rühren. Erste Zusagen gibt es trotzdem schon von der Stadtkapelle, einem Klassik-Ensemble von Gereon Trier und der Augsburger Sphärenschmiede mit meditativen Klängen. Musiziert werden soll am Sonnwend-Sonntag, 21. Juni, von 16 Uhr einschließlich eines Abschlusskonzerts bis etwa 22 Uhr. Dies ist dann auch der Schlussakkord eines ganzen „Friedberg open air“-Wochenendes vom 19. bis 21. Juni.

Dafür wird die Bergbühne vom Festwochenende des Vorjahres wiederbelebt. Viele wollten diese Bühne am Berg wieder haben, so Kulturabteilungsleiter Frank Büschel. Bespielt wird außerdem eine weitere Bühne im Archivhof. Für Büschel lautet das Ziel am Sonnwend-Wochenende „Leben und Musik in die Innenstadt hineinzubekommen“. Bei der Stadt hofft man, dass auch Besucher des gleichzeitig stattfindenden Sonnwend-Töpfermarkts vorbeischauen. Man will voneinander profitieren. Geplant ist am „Friedberg open air“-Freitag Poetry Slam und am Samstag Fastfood-Theater sowie ein Konzert. Philipp Köhler von der Kulturabteilung hofft, dass der anschließende Tag der Musik keine einmalige Angelegenheit bleibt, sondern sich in Friedberg etabliert.

Mitmachen Musiker und Musikgruppen aller Stilrichtungen, die sich am Fête de la Musique in Friedberg beteiligen wollen, können sich melden bei der Stadt Friedberg, Telefon 0821/6002-610 oder E-Mail kultur@friedberg.de

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