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Friedberg setzt ein Zeichen gegen Rechts

Friedberg setzt ein Zeichen gegen Rechts
Kommentar Von Thomas Goßner
10.01.2020

Warum eine Veranstaltung zum Holocaust-Gedenktag in Friedberg so wichtig ist.

Das finsterste Kapitel deutscher Geschichte liegt inzwischen drei Generationen zurück und ist doch wieder so aktuell: Vor 75 Jahren wurde das Konzentrationslager Auschwitz befreit, in dem die Nazis zwischen Anfang 1942 und Ende 1944 schätzungsweise über eine Million Menschen umgebracht hatten, darunter hauptsächlich Juden sowie Sinti, Roma, Polen und Kriegsgefangene. Seit 1996 wird der 27. Januar auf Initiative des damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog als deutscher Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus begangen.

Dass heuer zum ersten Mal eine offizielle städtische Veranstaltung zu diesem Anlass in Friedberg stattfindet, ist angesichts der wiedererwachten völkischen Strömungen in unserem Land das richtige Signal. Das Attentat auf die Synagoge in Halle und die Ermordung des CDU-Politiker Walter Lübcke im vergangenen Jahr zeigen, wie leicht rechtes Gedankengut in gewaltsame, todbringende Handlungen umschlagen kann. „Den Nazis eine schallende Ohrfeige verpassen“ – das können die Friedberger, indem sie mit dem Besuch der kammermusikalischen Lesung ein deutliches Zeichen gegen Rechts setzen.

Lesen Sie dazu unseren Bericht Auschwitz, 27. Januar 1945: Ein Abend gegen das Vergessen

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