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Planungsausschuss in Friedberg

24.07.2013

Friedberg teilt mit Pisa eine Besonderheit

Hier Segmüller, dort Altstadt. Angedacht wird auch, wie beide voneinander profitieren könnten.
Bild: Andreas Schmidt

Zur Stadtentwicklung entsteht ein neues Konzept. Antworten erhofft auch zu Zukunftsfragen um die Altstadt herum

Mit Pisa ist Friedberg noch nicht verglichen worden. Architekt Ulrich Wiehler vom Planungsbüro UmbauStadt (Weimar, Berlin, Frankfurt am Main) tat dies in der Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses. Jeder fahre zum Schiefen Turm, aber anschließend wieder weg, ohne die Stadt Pisa gesehen zu haben. In Friedberg sieht der Stadtplaner Ähnlichkeiten mit dem Hauptanziehungspunkt, der Firma Segmüller. Wie kann die Verbindung dieses „wichtigsten Ankerbetriebs für die Stadt“ zur Altstadt verbessert werden? Dies ist nur eine Frage zu acht Schwerpunktbereichen eines Entwicklungskonzepts, das das Büro UmbauStadt für die Kernstadt und Friedberg-West mit Beteiligung der Bürger erarbeiten soll. Der Ausschuss war mit der von dem Stadtplaner vorgeschlagenen Vorgehensweise einverstanden.

UmbauStadt will dabei auf früheren Gutachten aufbauen. „Wir wollen nichts doppelt machen, was schon da ist. Und es ist schon viel da“, versprach Wiehler. Vorgesehen ist ab Oktober ein achtmonatiger Prozess mit Lenkungsgruppe, Bürger-Workshops und Bürgerforum.

Auslöser ist die Sanierung und der Umbau des Wittelsbacher Schlosses. Damit dies mit 1,1 Millionen Euro Städtebaufördermitteln bezuschusst wird, ist eine Voraussetzung ein Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK). Die Stadt hat dafür inzwischen den Vertrag mit UmbauStadt abgeschlossen. Kostenpunkt: 74000 Euro. Die Regierung von Schwaben hat eine Förderung von 60 Prozent zugesagt. Ziel ist eine Handlungsanleitung für die Stadtplanung.

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Dabei geht es diesmal nicht nur um die Sanierungsgebiete Altstadt und Wittelsbacher Schloss, sondern auch um die wichtigsten Anschlussbereiche darum herum.

Äußere Ludwigstraße Dabei geht es beispielsweise um ein eigenes Profil dieses Geschäftszentrums gegenüber der Inneren Ludwigstraße.

Bisheriges Bauhofgelände Wie wird dieser Bereich künftig genutzt: Für Wohnraum, Einzelhandel, Freizeitangebote?

Bahnhofsumfeld Thema ist dort die Einbindung in die Stadt – unter anderem auch über den seit Langem angedachten Steg nach Friedberg-Süd.

Achwiesen Wie kann dieser letzte unverbaute Bereich nahe der Altstadt in Grün- und Aktionsflächen eingebunden werden?

Verbindung Segmüller-Altstadt Welche ergänzenden Angebote kann der Einzelhandel in der Stadt machen. Und wie könnte die Altstadt zum Erlebnis für Möbelhauskunden werden?

Friedberg-West Hauptthema ist ein zentraler öffentlicher Raum im Bereich der Augsburger Straße – auch mit dem Ziel einer verstärkten eigenen Identität des Stadtteils.

Insbesondere zu diesen Untersuchungsbereichen außerhalb der Altstadt erhoffen sich die Ausschussmitglieder neue Erkenntnisse. Dazu gebe es zwar schon viele Vorschläge, die aber nie fundiert angegangen worden seien, so Claudia Eser-Schuberth (Grüne). Auch für Wolfgang Rockelmann (Parteifreie Bürger) gibt es da noch Lücken zu schließen. Dem Zweiten Bürgermeister Roland Fuchs wären konkrete Ideen wichtig, die sich schnell umsetzen lassen. Keine Angst vor einem „doppelt gemoppelt“ nach den bisherigen Gutachten hat CSU-Fraktionsvorsitzender Thomas Kleist. Er geht davon aus, dass Themen, die die Stadt beschäftigen, im Abschlussbericht gebündelt auf den Tisch kommen. "Kommentar

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