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Parteien in Friedberg

09.10.2019

Friedberger SPD-Fraktionschef wechselt zur CSU

Roland Fuchs, der langjährige Fraktionschef der SPD im Friedberger Stadtrat, wechselt zur CSU.
Bild: Andreas Schmidt (Archiv)

Plus Roland Fuchs kritisiert die Umgangsformen in seiner Partei. Bei der CSU im Friedberger Stadtrat freut man sich über den prominenten Neuzugang.

Roland Fuchs, der langjährige Fraktionsvorsitzende der SPD im Friedberger Stadtrat, wechselt ab sofort als parteifreies Mitglied zur CSU. Fuchs begründete seine Entscheidung am Mittwochvormittag mit der Art, wie er ein halbes Jahr vor der nächsten Kommunalwahl von seiner eigenen Partei abserviert worden sei. Nach 45 Jahren SPD-Mitgliedschaft sei ihm in kurzen Sätzen mitgeteilt worden, dass auf der neuen Stadtratsliste kein Platz mehr für ihn sei.

„Roland Fuchs ist eine der gewichtigsten Personen im Stadtrat. Wir sind froh, so jemanden zur Verfügung zu haben“, sagte der Fraktionschef der CSU, Thomas Kleist, unserer Zeitung. Die CSU-Fraktion hat am Dienstagabend einstimmig beschlossen, Fuchs als parteifreies Mitglied aufzunehmen.

CSU-Fraktion jetzt mit 15 Mitgliedern

Sie wächst damit auf 14 stimmberechtigte Mitglieder zuzüglich des Wiffertshauser Ortssprechers Florian Wurzer an. Insgesamt zählt der Stadtrat einschließlich Bürgermeister 31 Mitglieder.

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Fuchs tritt auch aus der SPD aus, für die er seit 1990 im Stadtrat sitzt. Bevor er den Fraktionsvorsitz übernahm, war er sechs Jahre lang 2. Bürgermeister. Ebenfalls seit 1990 gehört er dem Kreistag von Aichach-Friedberg an, führt nahezu seit Anfang an die SPD-Fraktion und kandidierte zweimal als Landrat. 24 Jahre lang war Roland Fuchs außerdem Kreisvorsitzender des Roten Kreuzes Aichach-Friedberg.

Kandidiert Fuchs für die Friedberger CSU?

Im Gespräch mit unserer Zeitung äußerte der 75-Jährige Interesse, für den neuen Stadtrat auf der Liste der CSU zu kandidieren. „Wir müssen schauen, dass wir Friedberg weiterbringen. Da gibt es genug zu tun“, sagte er.

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09.10.2019

Toll!
Keinerlei inhaltliche Gründe - sondern ganz allein die Nichtakzeptanz, mit 75 Lebensjahren nicht mehr aufgestellt zu werden.
Das muss man aber auch können - jahrzehntelang vor sich hergetragene (gelebte waren es wohl nicht) "Grundüberzeugungen" derart kindisch-beleidigt wegzuwerfen, wie einen alten Anzug.
Tja, die SPD wird überall und auf allen Ebenen von so manchen eingeholt, die warum auch immer, es nach oben schafften.

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