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Bürgeraktion

10.04.2018

Friedberger sammeln Müll - zu Wasser und zu Land

Auch bei schönem Wetter werden die Mitglieder der Wasserwacht bei der Aktion "Saubere Stadt" nass. Denn sie säubern traditionell den Grund des Friedberger Baggersees.
Bild: Udo Koss

Bei der Aktion „Saubere Stadt“ machen zahlreiche Vereine, Schulen und Kindergärten mit. Warum die jüngsten die erste Schicht übernehmen.

Kühlschränke hinter Büschen im Stadtpark oder ganze Betten am Straßenrand: solche Funde gelingen bei der Aktion „Saubere Stadt“ immer seltener. „Die Sperrmüllzeiten sind vorbei“, berichtet Georg Kindler vom Radsportverein Solidarität. Der Friedberger muss es wissen, denn seit Beginn der Aktion im Jahr 2003 ist er mit seinem Verein auf Müllsuche. „Man kann als Bürger von der Stadt nicht immer nur was wollen. Man muss auch selbst etwas zurückgeben“, erklärt er seine langjährige Teilnahme.

Wenn zum Ende der Wochen wieder kleine und große Bürger der Stadt auf Müllsuche gehen, führen sie eine gute Tradition fort. Vor 16 Jahren fand die Aktion „Saubere Stadt“ zum ersten Mal statt, damals noch unter Federführung der Stadt. 2006 übernahm dann der Verkehrsverein die Organisation.

Knapp 1500 Friedberger werden in diesem Jahr beim großen Müllsammeln mitmachen. Die größte Mannschaft stellt die Vinzenz-Pallotti-Schule mit 200 Schülern. Auch die Grundschulen in Friedberg-Mitte und -Süd und der Kindergarten St. Anna werden mit jeweils über 100 Teilnehmer helfen.

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Krippenkinder üben im Garten

Die jüngsten Bürger werden am Freitagmorgen die Aktion eröffnen. Die meisten Kindergärten und Schulen in Friedberg sind mit dabei. Dass die erste Schicht von den Kindern bestritten wird, hat natürlich einen praktischen Grund – samstags bleiben Kindergärten und Schulen schließlich geschlossen. Es gibt aber noch einen anderen. Denn zu Beginn der Aktion können die Sammler auf Müllsuche noch richtig viele Säcke mit Abfall füllen. „Das ist eine schöne Motivation für die Kinder“, erklärt Renate Mayer vom Verkehrsverein.

Sie koordiniert die Aktion seit zwölf Jahren. Jeder Gruppe weist sie einen Einsatzort im Stadtgebiet zu, der zu ihr passt. Der Kindergarten Sankt Angela wird zum Beispiel auf dem Krankenhausvorplatz sammeln. Dort hält sich die Gefahr durch fahrende Autos in Grenzen. Susanne Ritter, Leiterin des evangelischen Kindergartens Friedberg, hat sich für ihre Schützlinge aus der Krippe etwas Besonderes ausgedacht. Damit die Kleinsten auch schon mitmachen können, dürfen sie im Garten mit ihren Eimerchen nach Müll suchen. Sobald sie in den Kindergarten kommen, sind sie dann schon richtig erfahren, wenn sie an „Saubere Stadt“ teilnehmen.

Die jungen Teilnehmer haben neben großem Müllsammeln aber noch eine weitere wichtige Aufgabe. „Den Kühlschrank im Stadtgarten haben damals auch Kinder hinter ein paar Büschen gefunden. Da wären die Mitarbeiter vom Bauhof nie hingekommen“, berichtet Renate Mayer. So ist „Saubere Stadt“ auch eine Aktion, die Bürger, egal ob groß oder klein, miteinander in Kontakt bringt.

Drei Gruppen machen zum ersten Mal mit

Nachdem die Kinder und Jugendlichen am Freitag gesammelt haben, schlägt am Samstagvormittag die Stunde der Vereine und von Privatpersonen. Insgesamt 28 Gruppen aus Friedberg sind in diesem Jahr dabei. Sechs davon machen seit Beginn der Aktion jedes Jahr mit. Wie die Wasserwacht Friedberg. Seit 16 Jahren säubern die Mitglieder im Rahmen der Aktion den Grund des Friedberger Baggersees. Drei Gruppen sind in diesem Jahr neu hinzugestoßen: die Gruppe des integrierten Stadtentwicklungskonzepts Isek, eine WG der Caritas-Tochter CAB und die Bewohner des Flüchtlingsheimes in der Josef-Wassermann-Straße.

Für Freitag und Samstag ist warmes Wetter vorhergesagt. Sponsoren liefern für die Teilnehmer insgesamt 1370 Brezen. Dazu gibt es Leberkäse und Getränke. Einer erfolgreichen Sammelaktion sollte also nichts im Wege stehen.

  • Bürger und Vereine, die an der Aktion teilnehmen möchten, können sich noch kurzfristig bei Renate Mayer unter 0171/6118582 anmelden. Von ihr erfahren die Teilnehmer dann auch ihren Einsatzort.
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