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Jugend forscht

21.02.2020

Friedbergerinnen sind als Nachwuchs-Forscher auf Erfolgstour

Wieder eine Auszeichnung: Zoe Prillwitz zieht es ebenso wie ihre große Schwester in die Welt der Wissenschaft. Beim Wettbewerb „Schüler experimentieren“ holt sie den ersten Platz.
Bild: BMW Group

Die Friedbergerin Leonie Prillwitz belegt bei „Jugend forscht“ erneut den ersten Platz. Ihre Schwester Zoe zieht nach.

Preise und Auszeichnungen sind für Leonie Prillwitz nun fast schon Routine. Die Friedbergerin hat sich beim Augsburger Jugend-forscht-Wettbewerb wie schon im vergangenen Jahr gegen ihre Altersgenossen durchgesetzt.

Seit über zwei Jahren arbeitet die 16-Jährige an einem Waschmaschinen- Filter, den sie stetig weiterentwickelt. Stand im vergangenen Jahr noch die weitere Optimierung der Erfindung im Fokus, so hat Leonie heuer ein Alarmsystem integriert, das den Verbraucher vor einer drohenden Verstopfung des Filters warnt. Bei den Projekten ist zudem stets der Umweltschutz im Vordergrund, denn sie tragen dazu bei, Mikroplastik zu vermeiden. Auch untersucht Leonie das Abwasser auf Keime.

Friedbergerin Zoe Prillwitz erfolgreich bei „Schüler experimentieren“

Auf Leonies Spuren wandelt auch ihre kleine Schwester Zoe. Während Leonie gegen 15- bis 20-Jährige antritt, gewann die 13-Jährige in ihrer Altersklasse. Dort heißt der Wettbewerb nicht „Jugend forscht“, sondern „Schüler experimentieren“. Das Forscher-Gen hat Zoe offenbar mit Leonie gemeinsam, hat die Achtklässlerin doch bereits vor über einem Jahr am Lech an neun Stellen Mikroplastik festgestellt und auch im vergangenen Jahr den ersten Platz im Wettbewerb belegt. Beim damaligen Projekt handelte es sich um einen Filter fürs Waschbecken. Darauf war Zoe gekommen, als Leonie sie an ihrer Arbeit am Waschmaschinenfilter teilhaben ließ. Seitdem ist die kleine Schwester ebenfalls dabei.

Ihre ausgeklügelten Ideen zeigen Schüler beim Regionalwettbewerb von Jugend forscht im Augsburger MAN-Museum.
48 Bilder
Jugend forscht 2020: Alle Bilder vom Regionalwettbewerb in Augsburg
Bild: Christoph Lotter


Aus ihren Ergebnissen, die sie aus den Wasserproben des Lechs hat, leitet Zoe ab, welcher Teil des Flusses wie stark belastet ist und warum. Das Ziel: den Anteil an Mikroplastik minimieren, die Umwelt säubern und das generelle Umweltbewusstsein fördern. Und das ist dem Geschwisterpaar nicht nur bei Schulprojekten ein Anliegen, sondern auch im Alltag: Müll vermeiden, Kleidung auch mal aus zweiter Hand kaufen und ein Grundverständnis für die Umweltproblematik entwickeln.

Jugend-forscht-Projekt soll der Umwelt helfen

Für die Zukunft hat sich das Geschwisterpaar vorgenommen, seine Projekte weiterzuführen. Leonie will noch ein paar Feinheiten an ihrem Filter anpassen und ihn am Ende für jeden Haushalt produzieren. Dafür muss sie noch etwas an der Handhabung arbeiten, damit auch jeder den Filter einfach nutzen kann. Doch bis der Filter zur Massenware wird, dürfte es noch ein wenig dauern. Helfen würde da zusätzlich die Prämie, die der Sender Pro7 an junge Forscher ausschüttet. Denn bei der dortigen Sendung „Das Ding des Jahres“ war Leonie Anfang Februar bereits zugegen und stellte ihren Filter vor. Die Moderatoren staunten nicht schlecht.


Ein Vorteil, des Projektes ist, dass Leonie ihre Erfindung für die Schule nutzen kann. Denn in der Oberstufe steht die wissenschaftliche Seminararbeit im W-Seminar an, die den Mikroplastikfilter zum Thema haben soll.

Eine weitere neue Erfindung hat die Schülerin derweil noch nicht im Hinterkopf. Erst einmal möchte sie sich nämlich auf ihr Abitur konzentrieren, das nach der zwölften Klasse ansteht.

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