Newsticker

Spahn: Bisher wurden rund 300 Corona-Infektionen über die App gemeldet
  1. Startseite
  2. Lokales (Friedberg)
  3. Friedhofsmauer bereitet große Sorgen

11.08.2009

Friedhofsmauer bereitet große Sorgen

Merching Was zunächst als Diskussion um die Kostenbeteiligung der Gemeinde Merching bei der Errichtung von Schallschutzeinbauten im Kindergarten begann, endete in einem dramatischen Sachstandsbericht über die Kirchenmauer. Diese ist nämlich derart marode, dass sie im Zuge der Bauarbeiten an der Hauptstraße auch hätte einfallen können.

Der Kindergarten benötigt dringend einen Schallschutz, vor allem in den Erdgeschossräumen. Der Lärmpegel sei so hoch, dass er nicht nur extrem störend sei, sondern auch auf Dauer zu gesundheitlichen Schäden beim Personal und bei den Kindern führen könne, erläuterte Bürgermeister Martin Walch (FW) die Situation. Diese Maßnahmen kämen auf rund 100 000 Euro, woran sich die Gemeinde mit zwei Dritteln beteiligen solle, so der Antrag der Kirchenstiftung Sankt Martin.

Frage nach der Priorität

Bernhard Frank, geschäftsleitender Beamter, führte jedoch an, dass im Zuge des Straßenausbaus die Kirchenmauer saniert werden müsse und hierfür ein Zuschussantrag in noch nicht bekannter Höhe ebenfalls auf die Kommune zukomme. Diese Maßnahme habe eine höhere Priorität, und so empfahl die Verwaltung, den Zuschuss für den Kindergarten erst im Haushalt 2010 zu berücksichtigen und zeitnah auszahlen zu lassen.

Friedhofsmauer bereitet große Sorgen

Dr. Werner Schrom (CSU) stellte gerade diese Priorität infrage: "Für mich haben die Menschen immer höhere Priorität." Er kenne die Situation vor Ort und stimme der Kindergartenleitung zu, dass der Lärm unerträglich sei. Er plädierte dafür, den Betrag als außerplanmäßige Ausgabe noch heuer auszuzahlen. Diesem Vorschlag stimmten die Gemeinderäte zu.

Doch im Zuge dieses Tagesordnungspunktes informierte Walch über die marode Kirchenmauer: "Eine statische Untersuchung hat ergeben, dass das Problem die Stützen der Mauer sind." Es könnte sein, dass beim Einsatz von schwerem Gerät die Mauer im schlimmsten Fall einstürze. Gemeinderat und Bauunternehmer Josef Failer (FW) war mit dem zuständigen Architekten der Diözese und Bürgermeister Martin Walch vor Ort und bestätigte die Befürchtungen: "Es ist ein Wunder, dass diese Mauer überhaupt noch steht." Das Fundament sei teilweise lediglich 30 Zentimeter unter der Grasnarbe. "Wenn sich durch schweres Gerät oder Rüttlerarbeiten ein Grundbruch der Mauer ereignet, dann liegt die Mauer da", prognostizierte Failer. Man könne von Glück reden, dass bisher noch nichts passiert ist. Die Mauer liege ja an der stark frequentierten Hauptstraße. Nun sei schnelle Abhilfe nötig und auch schon eingeleitet. Die Stützen der Mauer werden unterfangen und können so stabilisiert werden.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren