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Gemeinderat

12.04.2013

Fünf Windkraftanlagen im Forst

Odelzhausen hat keine Bedenken. Landratsamt kassiert aber den Flächennutzungsplan der Gemeinde

Odelzhausen Fünf Windkraftanlagen im Adelzhausener Forst hat der Odelzhauser Gemeinderat genehmigt. Bauträger des Projekts ist die Firma Uhl. Das Landratsamt Dachau hatte die Gemeinde Odelzhausen um eine Stellungnahme im Zuge des immissionsschutzrechtlichen Genehmigungsverfahrens gebeten.

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Bürgermeister Konrad Brandmair (CSU) sieht durch die Gemeinderatsbeschlüsse der Vergangenheit den maximalen Schutz der Bevölkerung gewährleistet. Brandmair: „Die geplanten Standorte sind so menschenverträglich wie möglich. Jedes Windrad ist mehr als 1000 Meter von jeder Bebauung weg.“ Dementsprechend hat der Gemeinderat beschlossen, dass gegen die Planung keine Bedenken der Gemeinde bestehen.

Im Adelzhausener Forst sind fünf Windkraftanlagen vom Typ Nordex N117/2400 mit einer Nabenhöhe von rund 140,6 Metern und einem Rotordurchmesser von etwa 117 Metern geplant. Dies führt zu einer Gesamthöhe von 199 Metern. Die Drehzahl des Rotors wird von der Firma Uhl mit 7,5 bis 13,2 Umdrehungen in der Minute angegeben. Alle WKA halten einen Abstand von über 1000 Metern zur jeweils nächstgelegenen Siedlungsfläche in Freistetten und Hohenzell (Gemeinde Altomünster) ein. Nach Hadersried sind es 1000 Meter, nach Sixtnitgern 1100 Meter und zum kleinen Weiler Sankt Johann 1150 Meter. Auch eine Schallprognose gibt die Firma Uhl ab. Weil die Abstände zu allen Siedlungsflächen mehr als 1000 Meter betragen, kann die zulässige Vorgabe von maximal 45 Dezibel grundsätzlich eingehalten werden. Da auch reine Wohngebiete angrenzen, ist aber teilweise ein maximaler Nachtwert von 35 Dezibel einzuhalten. Um dies zu gewährleisten, werden einige Windräder teilweise mit entsprechend reduzierter Drehzahl und Leistung betrieben werden. Die Übergabestation beim Umspannwerk in Höfa enthält keine neuen Transformatoren, deshalb gibt es dort auch keine zusätzlichen Lärmemissionen.

Auch zum Schattenwurf gibt die Firma Uhl in ihrem Antrag eine Prognose ab. Von festgelegten Immissionspunkten kann demnach lediglich in Brugger (maximal 8:12 Stunden pro Jahr), Tremmel (max. 24:07), Freistetten (max. 7:48), Sixtnitgern, Tannenweg (max. 12:58) und Sankt Johann (max. 4:33 Stunden pro Jahr) ein Schattenwurf auftreten. Bei keinem der genannten Orte sei eine Überschreitung der zulässigen Werte von 30 Stunden pro Jahr zu erwarten. (smai)

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