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Mering

12.07.2016

Für Schulerweiterung tun sich neue Möglichkeiten auf

Die Meringer Ambérieugrundschule muss erweitert werden, doch es gibt noch einigen Klärungsbedarf, bevor es an die Planung gehen kann.
Bild: Gönül Frey

Vielleicht kann der Hort an der Ambérieustraße auf ein Kirchengrundstück umziehen. Bürgermeister bittet um Geduld.

Eigentlich wollte die CSU-Fraktion mit einem Antrag von Florian Mayer bei der anstehenden Erweiterung der Ambérieuschule aufs Tempo drücken. Doch Bürgermeister Hans-Dieter Kandler konnte die Räte mit neuen Entwicklungen überraschen, sodass diese bereit waren, das Thema bis nach der Sommerpause zurückzustellen.

Hintergrund ist, dass der Platz an der Ambérieuschule immer knapper wird. Angesichts der neuen Baugebiete – an der Bürgermeister-Heinrich-Straße ziehen die ersten Familien noch heuer ein – werden sich die Raumprobleme weiter verschärfen.

Als eine Schwierigkeit bei einer Erweiterung hatte sich ein mögliches Urheberrecht der damaligen Architekten der Schule ergeben. Mayer hatte deswegen in seinem Antrag vorgeschlagen, das Büro „Strohmayr Architekten“, das damals ohnehin gute Arbeit geleistet habe, auch mit der Erweiterung zu beauftragen.

Für Schulerweiterung tun sich neue Möglichkeiten auf

In der Sitzung berichtete Bürgermeister Kandler, dass mittlerweile ein Gespräch mit den Architekten stattgefunden habe. Ob ein Urheberrecht besteht, darüber gingen die Ansichten zwar auseinander. Der Anwalt der Gemeinde ist der Ansicht, dass dies nicht der Fall ist. Man sei sich jedoch einig, dass es einen Streit darum nicht wert sei, so Kandler. Er geht davon aus, dass man sich im Zweifelsfalle werde einigen können.

Doch egal, wer die Erweiterung letztendlich plant, bitte er darum, die Entscheidung erst noch einmal zurückzustellen. Denn es habe sich eine neue Entwicklung ergeben. Der Pfarrer sei auf ihn zugetreten mit dem Vorschlag, dass der an der Ambérieuschule angegliederte Hort auf ein naheliegendes Grundstück der Kirchenstiftung umziehen könnte. „Wenn wir den auf dem Schulareal nicht mehr unterbringen müssen, ergeben sich dort für die Erweiterung natürlich wieder ganz andere Möglichkeiten“, erklärte Kandler.

Dazu finde Anfang August noch ein wichtiges Gespräch mit den Verantwortlichen vonseiten der Kirche statt. Im Gegenzug müsste die Gemeinde ein Tauschgrundstück zur Verfügung stellen. CSU-Sprecher Georg Resch räumte ein, dass sich damit die Voraussetzungen geändert haben. Grundsätzlich gehe es seiner Fraktion darum, rechtzeitig zu handeln und nicht wieder so unter Druck zu geraten wie bei der Kita an der Schlossmühlstraße. Dem schloss sich auch Florian Mayer an: „Es ist egal, ob wir es heute beschließen oder im September. Aber wir müssen schon dazutun!“

Bürgermeister Kandler bat darum, ihm die Zeit zuzugestehen, um eine zukunftsträchtige Lösung zu erarbeiten, und verwehrte sich gegen Kritik: „Ich war nicht untätig und die Verwaltung war nicht untätig!“, sagte er. Einstimmig beschloss das Gremium die Vertagung bis zum September.

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