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Entwicklung

29.05.2015

Für Sozialwohnungen dreht der Rat die Stellschrauben

Kompromiss zwischen Nachbarn und der Kreis Wohnbau gefunden. Zugleich wird ein strenger Bebauungsplan etwas großzügiger

Zwei neue Mehrfamilienhäuser möchte die Kreis Wohnbau GmbH an Stelle ihrer Altbauten an der Meringer Wendelsteinstraße errichten. Das sorgte bei den Anwohnern für Aufregung. Doch nun ist eine Lösung für das Projekt gefunden.

Wie berichtet, möchte die Wohnungsbaugesellschaft zwei Blöcke errichten. Von den insgesamt 23 Wohnungen sollen 17 als Sozialwohnungen vermietet werden. Im Dachgeschoss entstehen außerdem insgesamt sechs Penthouse-Wohnungen. „Die muss er frei finanzieren, damit die Kosten aufgehen“, erklärte Bürgermeister Hans-Dieter Kandler.

Das Vorhaben überschreitet jedoch die Vorgaben des erst vor kurzem beschlossenen Bebauungsplans rings um die Kreuzeckstraße. Außerdem hatten die ersten Pläne auch für Protest bei den Grundstücksnachbarn gesorgt. Aus diesem Grund hatte der Meringer Marktgemeinderat seine Entscheidung in einer vorhergehenden Sitzung verschoben.

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In der Zwischenzeit haben mit den Nachbarn zwei Info-Abende stattgefunden, wie der Bürgermeister berichtet. Darin haben sich diese mit dem Wohnbau-Geschäftsführer Max Rössle auf einen Kompromiss geeinigt. Dieser hat die bisherigen Baupläne in einigen Punkten geändert, um den Kritikern entgegen zu kommen. So hat er die Eingänge von der Nord- auf die Südseite verlegt. Auf diese Weise verringert sich auch die Fläche für die Zugangswege. In einem Schreiben hatten die Anwohner im Vorfeld der Sitzung das Signal gegeben, dass sie unter diesen Bedingungen mit dem Projekt leben können.

Der eigentliche Baukörper liegt noch im Plan

Trotz dieser Änderungen überschreitet das Vorhaben nach wie vor die bestehenden Bebauungsplangrenzen. Der eigentliche Baukörper liegt noch im Plan, doch die Stellplätze und Zuwege überschreiten die Vorgaben. Weil es nicht, wie vom Gemeinderat ursprünglich vorgesehen, möglich ist, eine Einzelfallausnahme zu machen, müssen die Vorgaben für den gesamten Geltungsbereich des Bebauungsplans gelockert werden. Zu diesem Schritt entschloss sich das Gremium mit 21:2 stimmen. Wie Planer Werner Dehm vom Büro Opla erklärte, hat sich der ursprüngliche Bebauungsplan ohnehin als zu streng erwiesen. „Die Wirklichkeit hat uns eingeholt. Selbst kleine Einfamilienhäuser, die im hinteren Grundstücksbereich situiert sind und eine lange Garagenzufahrt brauchen, überschreiten die geltende Grundflächenzahl“, sagte er.

Nach der neuen Regelung darf die Grundflächenzahl (GRZ) nun durch Nebenanlagen um 50 vom 100 überschritten werden. Außerdem dürfen Nebenanlagen künftig auch außerhalb der eigentlichen überbaubaren Grundstücksfläche errichtet werden. Mit diesen Änderungen muss der Bebauungsplan nun wieder in die öffentliche Auslegung gehen.

lFreibad Einen weiteren Bebauungsplan für ein bereits besiedeltes Gebiet brachte der Gemeinderat in der Sitzung auf den Weg. Für das Areal „Beim Freibad“ fiel mit nur einer Gegenstimme der Satzungsbeschluss.

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