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Fasching

02.03.2011

Für den Umzug ist das Wohnzimmer lahmgelegt

Noch basteln die Teilnehmer an ihren „Geheimprojekten“. Sonderermittler in der Bütt zieht seine Kreise

Friedberg Kaum bewohnbar ist derzeit das Wohnzimmer der Friedberger Familie Eckert. Denn dort nimmt langsam der Beitrag der TSV-Gymnastikgruppe Mussack für den Friedberger Umzug am Faschingsdienstag (Start um 14.11 Uhr) Gestalt an. Ein langes, röhrenähnliches Gebilde aus Pappe liegt auf Wohnzimmerstühlen und nimmt viel Raum ein. Die Teppiche sind mit Stoffen abgedeckt. Für Horst Eckert gibt es bis zum Faschingsdienstag noch einiges zu tun, um die Bastelideen der Gymnastikdamen umzusetzen. Was am Faschingsdienstag in der Jesuitengasse startbereit sein wird, bleibt so lange ein „großes Geheimnis“. Das will Reinhilde Eckert vorher auf keinen Fall verraten. Nur so viel: Es handelt sich um eine lange, verzopfte Geschichte.

Die TSV-Gymnastikdamen zählen zu den treuesten Teilnehmergruppen. Aber auch viele andere kennt man von den Vorjahren. Nach einem zunächst sehr zögerlichen Anmeldestart wollen mittlerweile 20 Gruppen mitmachen. Bei der Stadt hofft man noch auf Nachzügler. Mit drei Nachmeldungen würde die Teilnehmerzahl des Vorjahres erreicht. Der Tiefpunkt aus dem Jahr 2008 mit gerade einmal 15 Gruppen scheint aber überwunden.

Damals hatten auch die strengeren Vorgaben der Stadt in Sachen Alkohol eine Rolle gespielt. Eine Linie, die der städtische Abteilungsleiter Frank Büschel als Veranstaltungsleiter nicht verwässern lassen will: „Wir werden verstärkt darauf schauen.“ Dies unterstützt nach wie vor der frühere ORCC-Präsident und Büttenredner Reinhold Korper: „Man kann auch ohne Schnaps auf den Wagen Spaß haben.“ Natürlich würde sich Korper einen längeren Faschingsumzug in Friedberg wünschen. Allerdings seien Gruppen am Faschingsdienstag schwieriger zu mobilisieren als am Sonntag, an dem jeder frei hat.

Für den Umzug ist das Wohnzimmer lahmgelegt

Thematisch versprechen die Teilnehmergruppen eine Mischung vom Stadtgeschehen bis zu reiner Gaudi. Man darf gespannt sein, was beispielsweise aus „Peterchens Zauberhut“ (Fußgruppe Weber) hervorgezaubert wird und wie die Rentnerinnen- und Renterpartei mit „FDB“-Kennzeichen vorfährt. Mit dabei ist auch ein „brennender Beichtstuhl“, der schon beim Pfarrfasching eine Rolle gespielt hat.

Es gibt diesmal mehrere solcher Querverbindungen beim Friedberger Fasching. So hat der Carnevalsclub ORCC noch auf die Schnelle Anton Oberfrank als weiteren Büttenredner für die Prunksitzung am kommenden Freitag (ab 19.30 Uhr im Conte Luigi) engagiert. Realschulrektor Oberfrank wird beim ORCC wie zuvor beim Pfarrfasching als Sonderermittler Friedberger Tatorte unter die Lupe nehmen. Außerdem setzt der ORCC in der Bütt auf bewährte Kräfte aus den eigenen Reihen: auf Präsidentin Melanie Henschel als Powerfrau und auf Reinhold Korper als Trommler der Nacht. Außerdem gibt es eine „Fernsehschaltung“ von Augsburger Faschingskollegen.

Hingegen fehlt der Friedberger Spaßvogel Dr. Hannes Proeller ausnahmsweise bei der Prunksitzung. Er spioniert stattdessen beim Kölner Karneval. Vielleicht guckt er sich bei den Jecken für den nächsten Friedberger Fasching ab.

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