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7700 Euro für die Kartei der Not

14.11.2011

Für den guten Zweck wird kräftig zugetreten

Beim Gürteltest muss Helmut Eberles Ehefrau Miriam ran: Sie stellt sich auf den Bauch des Großmeisters.
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Beim Gürteltest muss Helmut Eberles Ehefrau Miriam ran: Sie stellt sich auf den Bauch des Großmeisters.

 Kampfkünstler, Tänzer und Akrobaten sammeln 7700 Euro  bei der Sportgala in Kissing für das Leserhilfswerk Kartei der Not.

Von Miram Schmidt

Das Messer und die Pistole mussten den Taekwondo-Kämpferinnen erst einmal aus den Ärmeln gezogen werden. Denn auch bei der Sportgala der Sportschule Kissing zugunsten unseres Leserhilfswerks Kartei der Not in der Paartalhalle kennen die Kampfrichter kein Pardon. Jegliche Waffen und Unsportlichkeiten sind beim olympischen Wettkampf-Taekwondo, wie dort zu sehen, verboten. Die Waffen brauchten die beiden Sportlerinnen nicht, um einen spannenden Kampf zu gestalten. Organisator Helmut Eberle, der mit Heinrich Magosch durch den Abend führte, freute sich über einen Erlös von geschätzten 7700 Euro für den guten Zweck.

Kissings Bürgermeister Manfred Wolf war begeistert: „Wenn ich das Programm lese, stelle ich mir die Frage, ob es so etwas wie heute in dieser Form schon einmal in Kissing oder in der Region gegeben hat.“

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Diese Frage ist in jedem Fall berechtigt: Denn bei der Show gab es nicht nur enorme Körperbeherrschung, Kampfgeist und extreme sportliche Leistungen zu sehen. Sogar Schauspieltalent war gefragt: „Schau die mal die Alte an“, rief ein Mann auf der Bühne einem anderen Darsteller zu. Hätten sie mal lieber die Finger von ihr gelassen. Denn „die Alte“ machte ihre beiden Angreifer mit ihrem Krückstock platt. „Reicht‘s Euch?“, fragte sie. Wohl noch nicht, denn sie musste mit dem Schal noch ein mal nachlegen.

Dass es nicht nur auf die Statur ankommt, zeigte der kleinste Sportler. Mit gekonntem Griff legte der Vierjährige seine deutlich größere Gegnerin zu Boden.

Manchmal war auch Präzession von Nöten. Zum Beispiel als ein Sportler dem anderen mit dem Fuß einen Korken aus dem Mund schlug. Und auch, dass im Sprung über bis zu sechs Kämpfer in der Luft eine Sperrholzplatte zerschlagen wurde, wirkte sehr gefährlich.

Die Jongliergruppe Pyromagia musste in der Halle hingegen auf ihr gefährlichstes Element, das Feuer, verzichten. Doch auch die etwas entschärfte Show kam gut beim Publikum an. Ebenso wie die Friedberger Rope Skipper, die mit verschiedenen Figuren teilweise sogar durch mehrere Seile sprangen und das noch ziemlich schnell. In Sachen Geschwindigkeit konnten sie mit dem Stargast aber nicht mithalten: Chloe Bruce - sie spielte bereits in Filmen wie in „Fluch der Karibik“ mit. In Kissing zeigte die Kampfkünstlerin, was sie zu bieten hatte. Die unfassbar schnellen Drehungen, Kicks und Sprünge waren kaum mit dem Auge zu verfolgen. Und dabei ging Bruce sogar in den Spagat.

Einen Spagat gab es auch von der amtierenden deutschen Meisterin im PoleDance zu sehen. Getanzt wurde auch ohne Stange. Anzor Ragadion und Sybille Kesselring heizten den Zuschauern mit Standard- und Latein-Tänzen ein. Und auch die Tanzgruppe Da F.U.N.K zeigten ihre Moves in der Paartalhalle.

Zu den Stargästen hätte auch der frischgebackene Weltmeister Stefan Bradl gehört. Der Motorradprofi musste aus zeitlichen Gründen in einem persönlichen Video absagen. Dafür konnten sich FC Augsburg-Fans über ein Autogramm von Spieler Michael Thurk freuen.

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