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Wirtschaftsethik

27.11.2018

Für einen anständigen Umgang miteinander

Claus Hipp

Claus Hipp spricht deutliche Worte bei seinem Festvortrag beim Landvolktag in Ried

Einen sehr informativen, aber auch nachdenklich stimmenden Landvolktag hatte die Katholische Landvolkbewegung im Dekanat Friedberg gefeiert.

Bevor Festredner Claus Hipp ans Rednerpult trat, trafen sich die Gläubigen zum Festgottesdienst mit Wolfgang Hacker in St. Walburga. Beim anschließenden Treffen im Rieder Hof referierte der Unternehmer Claus Hipp zum Thema „Ethik im Wirtschaftsleben“.

Der 80-jährige Chef des gleichnamigen Babynahrungsherstellers ist neben Landwirt, Doktor der Rech-te, Professor an der Fakultät Be-triebswirtschaft in Tiflisin Georgien und Schirmherr der Münchner Tafel. Und das ist längst nicht alles.

Die zentrale Aussage seines Vor-trags lautete: „Nur ethisches Han-deln führt langfristig zu unterneh-merischem Erfolg.“ Der anständi-ge Umgang mit Mitarbeitern, Lie-feranten, Kunden und Konkurrenten bedeute aber nicht, dass man nicht schlau sein dürfe oder seinen Vorteil wahren dürfe. Die Betonung der individuellen Interessen im Land führe hingegen zu einer staatlichen Überregulierung, die bei ethischem Handeln unnötig wäre und alle viel Zeit koste.

Der Jugend sollte durch Erziehung und Ausbildung geholfen werden, nicht die Fehler früherer Generationen zu wiederholen. Als Vorbild für die Erziehung stellte Hipp den Pädagogen Pestalozzi heraus. Das menschliche Handeln sollte mit Haupt, Hand und Herz geschehen. Die Kardinaltugenden Klugheit, Gerechtigkeit, Tapferkeit und Mäßigung sollten die Leitlinien eines Unternehmers sein. Das Familienunternehmen Hipp habe ein Ethik-Management in seinem zentralen Leitbild verankert. Seit 1999 ist die Basis eine eigene Ethik-Charta.

Die Dekanatsvorsitzende der Ka-tholischen Landvolkbewegung, Rosi Mahl, hatte zahlreiche Ehrengäste aus Politik und Kirche begrüßt. Die Landtagsabgeordneten Simone Strohmayr, Christina Haubrich und Peter Tomaschko und Rieds Bürgermeister Erwin Gerstlacher gratulierten in ihren Grußworten dem Landvolk zum inzwischen 30. Landvolktag und lobten die Arbeit des Landvolks. Gemeinschaft sei das, was die Gesellschaft zusammenhält. Das Landvolk trage erheblich dazu bei.

Für den musikalischen Rahmen der Veranstaltung sorgten die Rieder Blaskapelle Len Witt und der Eisbachtaler Liederkranz. (glb)

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