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Tag des Ehrenamts

27.04.2015

Ganz besondere Feuerwehrdamen

Vor 25 Jahren begannen sie als erster weiblicher Löschzug in Hochdorf – heute wurden sie von Bürgermeister Walch (rechts) geehrt: von links Kommandant Werner Sirch, Johanna Dörfel, Gerda Friedl und Maria Sirch. Es fehlt Barbara Schamberger-Oswald.
Bild: Christina Riedmann-Pooch

Hochdorfs weiblicher Jubiläumslöschzug steht im Blickpunkt. Neues Merching-Buch stößt auf Interesse

Wie Sonnenstrahlen, die schön auf der Haut sind, bringen sie Wärme und Helligkeit in die Gemeinde: die freiwilligen Helfer und Ehrenamtlichen aus Merching, deren großes Engagement in den unterschiedlichsten Bereichen unverzichtbar und unbezahlbar ist. Deshalb werden sie einmal im Jahr ganz besonders dafür geehrt und zu einem kleinen Empfang geladen.

Für seine Verdienste der vergangenen 25 Jahre wurde dieses Jahr ganz besonders der erste weibliche Löschzug Hochdorfs unter Kommandant Werner Sirch gewürdigt. Johanna Dörfel, Maria Sirch, Gerda Friedl und Barbara Schamberger-Oswald gehören gleichzeitig einem der ältesten weiblichen Löschzüge imLandkreisAichach-Friedberg an. Wie so oft, gab ein Großbrand vor gut 25 Jahren den Ausschlag ihrer Mitgliedschaft bei der Feuerwehr: Damals mussten alle Hochdorfer mit anpacken. Die jungen Frauen, die Vieh aus dem Stall bargen, sollten bei einem ähnlichen Ereignis künftig versichert und mit Ausrüstung und Wissen für den Brandfall ausgestattet sein. Ein großer Gewinn für die Feuerwehr, denn viele von ihnen waren junge Mütter, die tagsüber im Ort verfügbar und einsatzbereit waren. Alle Gründungsmitglieder sind nicht mehr dabei – viele haben „weggeheiratet“, aber nicht nur die Hochdorfer sind stolz auf ihre Feuerwehrdamen.

„Sie sorgen dafür, dass vielfältigste Aufgaben erfüllt werden und soziale Netze intakt bleiben“, stellte Bürgermeister Martin Walch heraus. Gute Menschen werden in unserer modernen Gesellschaft, die an den eigenen Vorteil denkt, oft belächelt. Aber gerade sie sind es, „die Lebensqualität erhöhen und die Gemeinschaft stärken.“ Aber auch sie arbeiten nicht umsonst: „Geben kommt zurück, man trifft interessante Leute – und es ist ein schönes Gefühl, gebraucht zu werden“, betonte der Bürgermeister.

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Auf großes Interesse stieß die Vorstellung des Buches „Wandel der Zeit“, das Altbürgermeister Klaus Spicker und sein Team erstellt hatten. Sigrun Remberger-Fabian präsentierte in einem abwechslungsreichen Vortrag die Entstehungsgeschichte des Buches. So erfuhren die Zuhörer über ein Freibad in Hochdorf oder amüsierten sich über die Notiz des Pfarrers von 1898: „Die Merchinger trinken gerne Bier.“ Spicker unterstrich, dass das Werk keinen Anspruch auf eine Chronik habe, sondern vor allem die Veränderungen des Ortsbilds im Fokus habe. Gekommen waren dazu alle Mitarbeiter und Helfer sowie Grafikerin Marta Marek, die zur Buchentstehung beitrugen. Der 89-jährige Landwirt Walter Dörfel, der mit seiner Entdeckung des Lagerbuchs einen wichtigen Grundstein zur historischen Arbeit des Buches legte und für Merching gemeinsam mit Archivar Helmut Rischert wertvolle Archivarbeit leistete, ließ es sich nicht nehmen, eines der ersten Exemplare genau in Augenschein zu nehmen. Allen Beteiligten, insbesondere Klaus Spicker und Grafikerin Marta Marek, drückte Walch seinen Dank aus.

Der Bürgermeister informierte, dass Walter Denscherz die Bürgermedaille erhalten wird. Der aus familiären Gründen verhinderte Denscherz wird diese bei einer Gemeinderatssitzung in Empfang nehmen.

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