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Aichach-Friedberg

13.03.2019

Geburtenstation: Die Uniklinik will helfen

Die Geburtshilfe in Aichach-Friedberg hat Probleme. Rettung könnte von der Uniklinik Augsburg kommen.
Bild: Arno Burgi, dpa

Die Geburtshilfe am Krankenhaus Friedberg steht vor dem Aus. Mittwoch fanden Gespräche über eine rettende Kooperation mit der Uniklinik Augsburg statt.

Positive Signale kamen am Mittwochabend von der Uniklinik Augsburg und dem Landratsamt Aichach-Friedberg. Vertreter der Einrichtungen hatten sich am Nachmittag in Augsburg getroffen, um erste Gespräche über eine Kooperation für eine Hauptabteilung Geburtshilfe am Krankenhaus Friedberg zu führen.

"Der Wille zu einer Kooperation mit Aichach-Friedberg ist vorhanden"

Der Wille der Uniklinik zu einer Kooperation sei definitiv vorhanden, sagte Sprecherin Ines Lehmann gegenüber unserer Redaktion. Allerdings müssten die Eckpunkte in weiteren Gesprächen geklärt werden. Die Uniklinik sei sich ihrer Verantwortung bewusst und werde Möglichkeiten schaffen, den Kliniken an der Paar zu helfen.

In Friedberg droht zum April die Schließung der Geburtenstation, in welcher im vergangenen Jahr 730 Kinder auf die Welt gekommen sind. Auslöser ist, dass kein Dienstplan für die Belegärzte aufgestellt werden kann - es sind zu wenige, die sich für die Rufbereitschaft zur Verfügung stellen. Die Aichacher Geburtshilfe, in der zuletzt 370 Babys jährlich geboren wurden, musste bereits Monate zuvor wegen Hebammenmangels schließen.

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Dr. Krzysztof Kazmierczak, Chef der Kliniken an der Paar, hatte im Vorfeld des Gesprächs betont, dass er den Aufbau einer Hauptabteilung mit fest angestelltem Personal nur mit einem starken Partner an der Seite für machbar hält. Der Uniklinik dürfte auch klar sein, dass Mütter, die ihre Kinder in Aichach- Friedberg nicht auf die Welt bringen können, an die Augsburger Häuser wechseln. Josefinum und Uniklinik sind aber beide stark ausgelastet.

Geburtshilfe Thema für den Stadtrat von Friedberg?

Das Thema wird eventuell auch den Friedberger Stadtrat beschäftigen. Grünen-Stadträtin Claudia Eser-Schuberth, die im Kreis-Werkausschuss für die Kliniken sitzt, hatte es in einem Stadtratsausschuss angesprochen. „Wollen wir als Stadtrat dazu kein Statement abgeben?“, fragte sie. Bürgermeister Roland Eichmann verwies auf die nächste Sitzung. Bis dahin, vermutete er, werde sich einiges bewegen.

Lesen Sie dazu den Kommentar von Ute Krogull: Gibt es noch Hoffnung für die Geburtenstation Friedberg?

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13.03.2019

Warum werden Geburtshilfen in Krankenhäusern geschlossen und werdenden Eltern eine für die Verantwortlichen Politiker
vermeintliche zumutbare "Wanderung" an "andere" Krankenhäuser zugemutet!!??
Es werden Krankenhäuser neu gebaut; Geburtshilfen angegliedert mit entsprechender Ausstattung. Und dann ?????
Am Geld kann es nicht liegen, oder es wird nicht die ganze Wahrheit publiziert.
Auf alle Fälle ist es eine Sauerei, wie sich Politiker und Menschen, die selbst in Krankenhäusern zur Welt kamen,
sich keinen Deut darum kümmern;
Diese sogenannten Verantwortlichen die den Weg des geringsten Widerstandes praktizieren, sich nicht mit
den Belangen und Sorgen der Bürger auseinander setzen, sondern sich hinter Beschlüssen und Vorschriften
verstecken; Ihr seid nicht die gewählten Vertreter von uns. Ihr vertretet euch selbst. Und das ist durchaus als
Negativ zu sehen.
Macht was !!!!! Nicht Übermorgen, Heute und Morgen und für die Zukunft
Schwachsinn herausstellen.
Die Politik braucht starke Menschen keine JA-Sager!!!!!!!!!!

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