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Ottmaring

23.12.2016

Gepfefferte Pointen und Schmunzelszenen

Für Humor und Spannung sorgt in der Inszenierung „Der Himmel wartet nicht“ auch Anika Loibl.
Bild: Peter Stöbich

Gelungene Gags präsentiert das Theater Ottmaring. Ein verstorbener Schreiner geistert dort über die Bühne.

Nach einem turbulenten und für viele Menschen schwierigen Jahr will die Theatergruppe Ottmaring einen heiteren Schlusspunkt setzen mit ihrer neuen Inszenierung „Der Himmel wartet nicht“. Für die sieben Aufführungen haben die engagierten Laiendarsteller seit September rund 30 Proben abgehalten und die Turnhalle der Johann Peter Ring-Volksschule in einen Theatersaal mit professioneller Licht- und Tonanlage verwandelt.

Wie seit über 60 Jahren dürfen sich die Besucher wieder auf gelungene Gags und gepfefferte Pointen freuen, die der amüsante Schwank reichlich zu bieten hat. Er spielt in allen drei Akten in einem imposanten Wohnzimmer, das die Ottmaringer mit viel Liebe zum Detail und einem Kachelofen ausgestattet haben. Verantwortlich für dieses eindrucksvolle Bühnenbild ist Johannes Kellerer, der mit sprühender Spielfreude erneut in einer Paraderolle glänzt.

Ein Lottoschein spielt eine wichtige Rolle

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Er verkörpert den soeben verstorbenen Schreiner Bömmerl, den der bereits tote Polizist Stelzl (Markus Büchler) innerhalb 24 Stunden in den Himmel bringen soll. Das erweist sich als überaus schwierige Aufgabe - denn Bömmerl will, schon allein wegen seiner Tochter Anna, nicht wahrhaben, dass er nicht mehr unter den Lebenden weilt. Es geht ihm alles zu schnell und er will noch nicht durch die Himmelspforte.

Dann kommt auch noch die unverschämte Verwandtschaft zu seinem Begräbnis angereist und will sich alles, was irgendwie geht, unter den Nagel reißen. Eine wichtige Rolle spielt dabei ein nicht auffindbarer Lottoschein, der einen Gewinn von drei Millionen Euro verspricht.

Die Schauspieler wissen, wie Gags gelingen

Dass die beiden Verstorbenen für alle übrigen Mitspieler unsichtbar sind, sorgt für viele Schmunzelszenen. Neben den erfahrenen Darstellern sind auf der Bühne dieses Jahr auch zwei neue Gesichter zu sehen: Anika Loibl als Haushälterin Finni und Simon Limmer als Geselle Emeran fügen sich bei ihrer Premiere gut ins Ottmaringer Ensemble ein. In weiteren Rollen sind Katrin Schwibinger, Gerhard und Ida Becker sowie Monika Loibl zu sehen.

Wie Stelzl und Bömmerl ein Verbrechen verhindern können und ob sie es noch rechtzeitig in den Himmel schaffen, wird an dieser Stelle nicht verraten - ein überaus heiterer Abend ist auf jeden Fall garantiert, denn das eingespielte Team weiß, wie Gags gelingen.

Bereits 1949 war nach einem Theaterbesuch in Augsburg der Entschluss gefasst worden, auch in Ottmaring Theater zu spielen. Die Möglichkeit dazu bot der Saal im Gasthaus Waldhorn, wo mit dem Stück „Friede den Menschen“ der Anfang gemacht wurde. Im Laufe der Jahre wuchsen die Zuschauerzahlen und der Wunsch nach einem geräumigen Theatersaal mit Bühne; seit 1975 wird deshalb in der Turnhalle gespielt. Dort wurde als erstes Stück „Die drei Eisbären“ gezeigt.

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