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Konzert

14.11.2018

Gesänge von Liebe, Schönheit und Tod

Vokalensemble des Leopold-Mozart-Zentrums tritt in der Meringer Kirche St. Michael auf

Ein außergewöhnliches Konzert erwartet die Zuhörer am kommenden Samstag, 17. November in der Meringer Pfarrkirche St. Michael. Dort tritt nämlich das Vokalensemble des Leopold-Mozart-Zentrums mit seinem aktuellen Projekt auf. Der vielversprechende Titel lautet „Alle Lust will Ewigkeit- Gesänge von Liebe, Schönheit und Tod“.

Die VokalSolistenAugsburg wurden im Jahr 2013 als Vokalensemble des Leopold-Mozart-Zentrums der Universität Augsburg von Dominik Wortig gegründet. Seither haben sie sich weit über die Region Bayerisch-Schwabens und den Freistaat Bayern hinaus als exzellentes Vokalensemble etabliert. Die Konzertformate reichen dabei, in sehr variabler Besetzung, vom klassischen Oratorium bis hin zu a-cappella-Programmen mit einem Repertoire von der Renaissance bis zur Moderne.

Auch teilweise ungewöhnliche Konzepte, die mit der Verbindung von Musik, Architektur, Text und Bild in Dialog oder Kontrast arbeiten, gehören regelmäßig zu den Programmen des jungen Ensembles. Die Mitwirkenden sind Studierende und ehemalige Studierende mit dem Hauptfach Gesang, zumeist aus der Hochschulklasse von Dominik Wortig. Seine langjährige Erfahrung als Chordirigent und Stimmbildner einerseits, wie auch als international engagierter Sänger andererseits, ist für die künstlerische Arbeit und das Konzept der VokalSolistenAugsburg prägend.

Beim Konzert in Mering stehen drei Kompositionen einer der sicherlich schillerndsten Figuren der Musikgeschichte auf dem Programm: Don Carlo Gesualdo da Venosa, dessen für die Tonsprache der Renaissance überaus mutige Kontrapunktik und geradezu revolutionäre Harmonik auch in unserer Zeit immer noch außergewöhnlich wirken. Die Vertonung der mit Abstand sinnlichsten und vielfach umstrittensten Texte der Heiligen Schrift, das „Hohelied Salomonis“, des an der Schwelle zum Frühbarock wirkenden Renaissance-Komponisten Leonhard Lechner. Die kathartische Direktheit und dramatische Dichte der Texte des Angelus Silesius, die Hugo Distler, der vielleicht bedeutendste Vertreter der protestantischen Kirchenmusik im 20. Jahrhundert, so unnachahmlich suggestiv in seinem „Totentanz“ vertont hat und Johann Sebastian Bachs berühmte Trauermotette „Komm, Jesu, komm“, die in dem im wahrsten Sinne des Wortes so „überirdisch“ berührenden Choral „Drum schließ ich mich in deine Hände“ mündet. Kontrastiv werden diesen Kompositionen noch Werke von Gustav Mahler, Nadia Boulanger und Eriks Eenvalds gegenübergestellt.

Der Eintritt zu diesem Konzert ist frei. Spenden sind herzlich willkommen.

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