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Glaubenskrieg um einen Supermarkt für Stätzling

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Kommentar Von Thomas Goßner
15.05.2019

Fußläufig erreichbare Einkaufsmöglichkeiten sind auch ein Beitrag zum Umweltschutz.

Eine seltsame Diskussion haben die Mitglieder im Planungs- und Umweltausschuss des Friedberger Stadtrats geführt. Leute, die ihr Geld gewöhnlich mit sozialer Arbeit, in der Autowerkstatt oder als Ingenieur verdienen, wurden plötzlich zu Einzelhandelsexperten. Der alte Edeka an der Pfarrer-Bezler-Straße: müsste nur mal umsortiert werden. Der neue Edeka an der St.Anton-Straße: kann an dieser Stelle gar nicht funktionieren. Und überhaupt: braucht kein Mensch.

Ein regelrechter Glaubenskrieg entbrannte da um die grundsätzliche Frage, ob die Stadt das Bebauungsplanverfahren für einen zeitgemäßen Lebensmittelmarkt in Stätzling überhaupt einleiten soll. Und das, nachdem bereits seit Monaten – meist hinter verschlossenen Türen – über die Wünsche von Investor und Betreiber verhandelt wurde.

Den zunehmenden Flächenfraß, auch in Friedberg, kann man kritisieren. Allerdings gibt es in der modernen Architektur Möglichkeiten, auf Versiegelungen weitgehend zu verzichten und umweltschonend zu bauen. Die Stadt hat das selbst in der Hand. Und eine fußläufig erreichbare Nahversorgung ist schließlich auch ein Beitrag zum Natur- und Klimaschutz.

Lesen Sie dazu auch den Bericht Stätzling bekommt einen neuen Lebensmittelmarkt

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