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Mering

04.03.2020

Gloria Lipert will in Mering Patenschaft zwischen Generationen

Gloria Lipert geht für die AfD ins Rennen um den Bürgermeisterposten in Mering.
Bild: Abou Merhi

Plus Sieben Fragen an Gloria Lipert, die für die AfD ins Rennen um den Meringer Bürgermeisterposten geht.

Ungewöhnliche Wege gehen möchte Gloria Lipert, wenn sie als erste Frau an der Spitze der Marktgemeinde Mering stehen würde. Sie hat sich vor allem für die Jugend eine ganz besondere Idee ausgedacht. Die 32-Jährige ist Inhaberin eines Friseurgeschäfts in Mering und startet für die AfD bei den Bürgermeisterwahlen.

Was ist Ihr wichtigstes Vorhaben?

Gloria Lipert: Ich möchte Mering in allen Belangen möglichst zügig auf Kurs bringen. Eine effiziente Strategie für die vor uns liegenden Herausforderungen ist notwendig, um diese mit den wenigen Mitteln, die der Marktgemeinde zur Verfügung stehen, auch vernünftig umsetzen zu können. Investitionen müssen jetzt gezielt und zukunftsorientiert erfolgen. Sowohl für Gewerbetreibende als auch für Familien und Senioren brauchen wir bessere Strukturen, die das Leben einfacher gestalten. Für unsere Geschäftsleute braucht es dringend Entlastungen und gleichzeitig eine Förderung der Infrastruktur. Mit Änderungen in der Gewerbeordnung sowie weiteren Sofortmaßnahmen im gewerberechtlichen Bereich können wir hier rasch die aktuelle Situation verbessern. Versorgungslücken müssen konsequent geschlossen werden und auch Projekte für eine Wiederbelebung des Zusammenhalts in unserer Gemeinde werden langfristig dazu beitragen, soziale Verantwortung füreinander zu übernehmen.

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Welche politischen Fehler in Ihrer Gemeinde würden Sie gerne ungeschehen machen?

Gloria Lipert: Es ist wertvolle Zeit verloren gegangen, man hat günstige Gelegenheiten vertan und sich zu lange den realen Problemen verwehrt. Ungeschehen kann man nichts machen, dennoch hätten wir als Marktgemeinde auf viele Planungskosten verzichten können, die letztlich zu nichts geführt haben. Ich bin als Bürgermeisterkandidatin angetreten, um einen Neustart für Mering zu ermöglichen. Deshalb sollten wir gemeinsam positiv in die Zukunft gehen und die Missgeschicke der Vergangenheit als Lehre annehmen und mutig neue Wege beschreiten.

Gloria Lipert will in Mering ehrenamtliches Engagement fördern

Was wollen Sie für die Jugend in Ihrem Ort tun?

Gloria Lipert: Es gibt die Möglichkeit, soziale Projekte ins Leben zu rufen, darunter wäre das größte Projekt eine Patenschaft zwischen Jugendlichen und Senioren. Hierbei handelt es sich um ein ehrenamtliches Engagement, welches Jugendlichen im Alter zwischen 16 und 18 Jahren freiwillig leisten können. Innerhalb dieser zweijährigen Patenschaft werden etwa 500 Stunden ehrenamtliches Engagement von der Gemeinde mit einem 1000-Euro-Bonus für den Führerschein bezuschusst. Wir entlasten mit diesem Projekt viele Menschen, die ihre Eltern nur mäßig betreuen können. Unsere Senioren werden von Jugendlichen in vielen Bereichen unterstützt. Jugendliche können somit Verantwortung übernehmen und erste Praxiserfahrungen im Ehrenamt und im Bereich der sozialen Berufe sammeln.

Wie Senioren und Jugendliche diese 500 Stunden gestalten, wann sie sich Zeit füreinander einplanen und in welchem zeitlichen Rahmen dies erfolgt, bleibt den Teilnehmern selbst überlassen. Hilfe beim Einkaufen oder im Haushalt, gemeinsame Freizeitgestaltung, Begleitung zum Arzt oder Unterhaltung sowie Spaziergänge sind frei und selbst zu organisieren. Es wäre schön, wenn hier auch altes Wissen weitergegeben wird, Geschichten aus einer Zeit ohne Digitalisierung vermittelt werden und vielleicht auch die ein oder andere Weisheit, die auch wir von unseren Großeltern auf den Weg mitbekommen haben. Unsere Jugend wird unseren Senioren im Gegenzug nahebringen, was heute angesagt ist und wie ein Smartphone funktioniert.

So will Gloria Lipert in Mering Senioren versorgem

Was brauchen die Senioren in Ihrem Ort?

Gloria Lipert: Unsere Senioren brauchen eine gute ärztliche Versorgung vor Ort, Barrierefreiheit und sichere Wege. Auch die Versorgungslücken müssen wir angehen. Weite Einkaufswege werden wir zukünftig reduzieren und mit unseren regionalen Händlern entsprechende Kooperationen anstreben, damit der Erwerb von Lebensmitteln unkompliziert und nahe gelegen gewährleistet ist. Ein weiterer Punkt ist der notwendige Ausbau des Nahverkehrs, den unsere Senioren unbedingt brauchen, um flexibel und mobil zu sein.

Was sind Ihre persönlichen Untugenden?

Gloria Lipert: Meine übermäßige Zielstrebigkeit und mein ungezügelter Arbeitseifer.

Worüber können Sie lachen?

Gloria Lipert: Über mich selbst, andere und über die täglichen Geschehnisse, die das Leben mit sich bringt.

Was wird Ihre schwierigste Aufgabe als Bürgermeisterin?

Gloria Lipert: Herausforderungen sind da, um gemeistert zu werden.

Lesen Sie dazu auch: Mering steht vor großen Herausforderungen

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