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Einsatz

02.01.2012

Großbrand in Mering zerstört Produktionshalle

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Über 100 Feuerwehrleute löschen mehrere Stunden. 2 Millionen Euro Schaden

Mering Komplett ausgebrannt ist in der Nacht auf Samstag eine Produktionshalle der Firma Polytech in Mering. Auf rund 2 Millionen Euro schätzt die Polizei den Sachschaden. Verletzt wurde glücklicherweise niemand. Doch die Feuerwehr war mit über 100 Leuten stundenlang im Großeinsatz.

Die Firma Polytech hat ihren Sitz in der Tratteilstraße in Mering und stellt vor allem Kunststoffteile für die Kfz-Industrie her. In der Nacht auf Silvester bemerkte ein Anwohner gegen halb vier Uhr morgens, dass bereits Flammen aus der 70 mal 19 Meter großen Halle schlugen. Er verständigte sofort die Einsatzkräfte über die Notrufnummer 112. Unter Leitung von Ben Bockemühl, Kreisbrandrat des Landkreises Aichach-Friedberg, bekämpften die Wehren Mering, Merching, Kissing, Steinach, Hörmannsberg und Friedberg das Feuer.

Warnung per Lautsprecher vor gesundheitsschädlichen Dämpfen

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Wegen der enormen Rauchentwicklung wurde die Nachbarschaft vorsichtshalber mit Lautsprecherdurchsagen vor gesundheitsschädlichen Dämpfen gewarnt. Eine unmittelbare Gefahr für die Bevölkerung bestand laut Polizei und Feuerwehr allerdings zu keinem Zeitpunkt. Erst nach zweieinhalb Stunden war das Feuer unter Kontrolle und der Brand gelöscht. Doch immer wieder bekämpfte die Feuerwehr Mering noch vereinzelte Glutnester in der zerstörten Halle, deren Dach teilweise eingestürzt ist. Selbst am Neujahrstag musste der Meringer Feuerwehrkommandant Johann Kroner mit seinen Leuten noch einmal anrücken, weil ein Polyesterhaufen wieder zu glimmen begonnen hatte.

Er berichtet von einem dramatischen Einsatz: „Als wir kamen, schlug schon das Feuer aus dem Gebäude“, erzählt er. Wegen der dichten Bebauung war es schwierig, an den Brand heranzukommen. Die Feuerwehrleute näherten sich zunächst über die Nachbargrundstücke. „Erst haben wir den Brand gut in den Griff bekommen, doch dann gab es eine Art Explosion und von dem Moment an hat es extrem schnell durchgezunden“, berichtet Kroner. Dass von den Einsatzkräften dabei niemand verletzt wurde, sei nicht selbstverständlich.

Nun galt es für die Feuerwehr, vor allem die Nachbargrundstücke zu schützen. „Nahe dran befindet sich eine Schreinerei. Hier haben wir eine Wasserwand aufgebaut, um ein Übergreifen zu verhindern“, so der Meringer Kommandant.

Mit Hilfe der Polizei konnte auch der Firmeninhaber rasch aufs Gelände gebracht werden. Das war wichtig für die Feuerwehr, damit sie überhaupt wusste, was sich in der Halle befand. „Bei so einem Einsatz bin ich schon immer ein bisschen in Sorge. So eine brennende Halle ist wie eine tickende Zeitbombe. Man weiß nicht genau, was einen erwartet“, sagt Kroner. Und gerade die Polyesterteile stellten eine Gefahr dar, weil sie sehr schnell und heiß brennen. „Das Glück bei dem Ganzen war vielleicht noch, dass der Betrieb seit Freitag geschlossen hatte. Dadurch waren weniger Teile als sonst üblich in der Halle“, sagt Kroner. Erschwert wurde der Einsatz dagegen von einer erst kürzlich angebrachten Photovoltaikanlage auf dem Dach. „Dadurch sind wir schlecht von oben zum Löschen an das Gebäude rangekommen“, so der Feuerwehrkommandant.

Für den neuen Kreisbrandrat Ben Bockemühl war es der erste große Einsatz, den er seit Amtsantritt im November koordiniert hat. Er ist mit dem Verlauf sehr zufrieden. „Es hat keine Verletzten gegeben und der Brand konnte relativ schnell unter Kontrolle gebracht werden“, sagt er. Zur Brandursache konnte die Polizei bislang noch keine Aussagen machen. Die Kriminalpolizei Augsburg hat – wie bei einem so großen Brand üblich – die Ermittlungen aufgenommen.

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Eine Bildergalerie vom Löscheinsatz in Mering finden Sie unter

friedberger-allgemeine.de/bilder

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