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Dasing II

09.09.2013

Großbrand in der Western-City: Polizei schließt Brandstiftung aus

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Western-City-Boss Fred Rai ist erleichtert, dass weder Mensch noch Tier zu Schaden kamen.
Bild: Andreas Schmidt

Fred Rai, Chef der Western-City in Dasing, kann sich nicht erklären, wie es zu dem Großbrand am Sonntag kam. Die Polizei schließt vorsätzliche Brandstiftung mittlerweile aus.

Nach dem Großbrand in der Western-City in Dasing ermittelt die Kriminalpolizei. Die Beamten schließen laut Polizeibericht mittlerweile vorsätzliche Brandstiftung als Ursache für das Feuer aus. Wahrscheinlicher sei ein Kabelbrand oder eine unachtsam weggeworfene Kippe. Der Chef der Western City, Fred Rai, kann sich den Brand immer noch nicht erklären.

Kurz nachdem am Sonntag Nachmittag um 16 Uhr der Freizeitparkbetrieb beendet worden war, hatte ein Passant das Feuer bemerkt. Übrig blieben verkohlte Balken von einem Tunnel, durch den die Freizeitbahn sonst fährt. Auch vier Autos, die neben dem Park am Straßenrand abgestellt waren, brannten komplett aus. Zwei weitere wurden beschädigt.

Mit einem Großaufgebot von etwa 150 Einsatzkräften bekämpften Feuerwehren aus der Region Aichach-Friedberg am Sonntagnachmittag einen Autobrand in der Western-City. Vier Fahrzeuge brannten aus. Das Feuer schlug auch auf angrenzende Hütten über.

Schaden auf über 100.000 Euro geschätzt

"Ich habe gerade eine Show vorgeführt. Da platzte ein Mitarbeiter herein und meinte, ich soll mein Auto umparken, weil es auf dem Gelände brennt", erzählt der Betreiber des Western-Parks, Cowboy Fred Rai. Wenig später seien Feuerwehr und Polizei eingetroffen und hätten das Feuer gelöscht.

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Das Feuer befand sich in einem Bereich, der gewöhnlich zum Lagern von Requisiten und anderen Gegenständen genutzt werde, sagt Fred Rai. Durch das Stück des Freizeitparks, führte auch die Bahn-Strecke des Western-City-Zuges. "Das Feuer befand sich in einem Bereich, zu dem das Publikum normalerweise keinen Zugang hat."

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Bildergalerie: Großbrand in der Western-City
Bild: Andreas Schmidt, Klaus Linscheid

Allerdings brannte ein Holztunnel, durch den der Zug bisher fuhr und den Besuchern zeigte "was der Park alles zu bieten hat", wie es auf der Internetseite heißt, komplett ab. Der Tunnel sei mit Dachpappe abgedeckt gewesen - die hätte, so Rai, lichterloh gebrannt. Auch ein Holzzaun ging in Flammen auf."Es war wirklich ein großes Feuer", schildert der Chef des Freizeitparks. Als das Feuer ausbrach, sei kein Zug auf der Strecke gefahren.

Fred Rai
Bild: Fred Schöllhorn

Neben dem Tunnel sind zwei ausrangierte Wohnwagen abgebrannt. Auch ein Duschcontainer fing Feuer – dort hätten sich bis Samstag noch Kinder eines Ferienlagers gewaschen, erzählt Rai. Bis Samstag - einen Tag vor dem Großbrand - fand noch ein Kinderferienlager in der Western-City statt. Die Kinder seien allerdings auf der anderen Seite des Parks untergebracht gewesen.

Zug-Tunnel brannte lichterloh

Nach ersten Ermittlungen geht die Polizei nicht davon aus, dass der Brand gelegt wurde. Wahrscheinlicher scheine ein technischer Defekt aber auch die Entzündung durch eine Weggeworfene Zigaretten-Kippe sei möglich, so ein Polizeisprecher.

"Die Spuren des Feuers sieht man deutlich", berichtet der Cowboy. Eine Fläche von rund 250 Quadratmetern brachten die Flammen unter ihre Gewalt. Den Schaden schätzt die Polizei insgesamt auf über 100.000 Euro.

Freizeitpark und Festspiele nicht beeinträchtigt

Derzeit finden die Karl May-Festspiele in der Arena der Western-City statt: Um 17 Uhr hätte die Vorstellung von "Halbblut" beginnen sollen - sie fing wegen des Großbrandes eine Stunde später an. "Wir haben nie in Erwägung gezogen, die Veranstaltung abzusagen", erzählt der Chef des Areals. Die Besucher hätten gefasst reagiert und sich gefreut, dass das Theaterstück "Halbblut" trotz der dramatischen Umstände aufgeführt wurde.

"Wir wollen den Betrieb ganz normal weiter führen", meint Fred Rai. Der Zug sei auf eine andere Strecke ausgewichen.

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