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Friedberg-Ottmaring

29.12.2010

Großer Ärger um rote Seide

Selbst beim Pfarrer (Hans Kellerer) landet das mysteriöse rote Höschen, um das sich das neue Stück der Theatergruppe Ottmaring dreht. Foto: Christian Gall
Bild: Christian Gall

Wem gehört das rotseidene Höserl? Mit dieser Frage beschäftigt sich das gleichnamige Theaterstück, das die Theatergruppe Ottmaring in der Volksschule zum Besten gibt. Das skandalöse Kleidungsstück taucht im beschaulichen Leitner-Hof plötzlich auf und wandert von Tasche zu Tasche, wodurch immer wieder neue Missverständnisse entstehen. Von Christian Gall

Friedberg-Ottmaring Wem gehört das rotseidene Höserl? Mit dieser Frage beschäftigt sich das gleichnamige Theaterstück, das die Theatergruppe Ottmaring in der Volksschule zum Besten gibt. Das skandalöse Kleidungsstück taucht im beschaulichen Leitner-Hof plötzlich auf und wandert von Tasche zu Tasche, wodurch immer wieder neue Missverständnisse entstehen.

Hinter der Aufführung steckt sehr viel Arbeit. Nicht nur die Organisation verlangte viel Zuwendung, auch am Stück selbst wurde hart gearbeitet. "Ich habe das Theaterstück in einigen Hinsichten bearbeitet: Personen charakterlich verändert und alles auf ein Bühnenbild reduziert", erklärte der Regisseur Benedikt Gerstmaier. Durch diese Umstellungen habe sich das Stück für die Theatergruppe geeignet. "Wir wollen den Zuschauern dieses Jahr etwas Lustiges bieten, und ich glaube, das gelingt uns auch", erklärte Gerstmaier.

Höserl wechselt immer wieder den Besitzer

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Für viele Lacher sorgt die Geschichte sicherlich. Das rotseidene Höserl, das wohl entweder von Zimmermädchen Urschl (Katrin Schwibinger) oder Vroni (Katharina Zuckriegl) stammt, wechselt immer wieder den Besitzer, sodass es bei Vronis Vater Bartl (Herbert Menzinger) und dem Assessor (Herbert Schmidt) landet. Spätestens, als das Höserl beim Pfarrer (Hans Kellerer) ankommt, bleibt kein Auge mehr trocken. Weiter angeheizt wird die Handlung durch den Hofbesitzer Vitus Leitner (Stefan Oswald), seine temperamentvolle Frau Vroni (Angelika Zuckriegl), deren Sohn Franzl (Andreas Kapfer) und dem Hausel Hias (Alexander Triebenbacher). Als dann der Professor (Gerd Becker) mit seiner Tochter Meta (Manuela Böhm) eintrifft, müssen die Gäste die Zimmer tauschen, wodurch das Chaos perfekt wird.

"Für das Bühnenbild haben wir uns große Mühe gegeben. Drei Samstage haben wir daran gearbeitet", verriet Gerstmaier. Dabei wurde sehr aufs Detail geachtet, mit Accessoires wie einem altertümlichen Radio fühlt sich der Zuschauer beinahe in der Zeit zurück versetzt. So sind einige Leute hinter den Kulissen tätig: Andrea Wisjak als Souffleuse und Friseurin, Monika Funk und Elisabeth Höck für die Masken, Dieter Binder für die Beleuchtung und Ludwig Magg für den Ton. Für das alte Stück kommen einige sehr junge Schauspieler zum Einsatz. Gleich vier haben ihr Bühnendebüt: Manuela Böhm, Andreas Kapfer, Alexander Triebenbacher und Katrin Schwibinger, wobei Letztere schon kleinere Rollen gespielt hat.

Drei Akte lang unterhält das Theaterstück die Zuschauer, bis endlich das Geheimnis um das Höserl geklärt wird. Wen die Geschichte nun brennend interessiert, der sollte selbst zur Aufführung kommen. Verraten sei nur eines: Es ist sicherlich nicht alles so, wie es auf den ersten Blick scheint.

Weitere Aufführungen sind 30. und 31. Dezember sowie vom 2. bis 4. Januar jeweils um 19.30 Uhr und am 2. Januar um 14 Uhr. Karten gibt es noch unter Telefon (01 76) 99 10 30 74 bei der Theatergruppe Ottmaring. Das Telefon ist Montag bis Freitag von 18 bis 20 Uhr besetzt. Weitere Infos unter www.theaternetz.org/tgottmaring.

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