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Friedberg

26.05.2020

Großer Andrang bei Büchereien in Aichach-Friedberg bleibt aus

In der Stadtbücherei „St. Jakob“ in Friedberg gelten für Besucher strikte Regeln, um die Kontaktbeschränkungen einzuhalten.
Bild: Alisa Sterkel

Plus Endlich dürfen die Büchereien und Museen in Friedberg und Umgebung wieder öffnen. Aber die Besucher sind noch zurückhaltend.

Eva Michl von der Büchereileitung der Stadtbücherei St. Jakob in Friedberg hatte mit höheren Besucherzahlen gerechnet. Seit dem 19. Mai ist die Bücherei mit Einschränkungen wieder geöffnet. Doch der große Ansturm blieb vorerst aus. „In unserer zweieinhalbstündigen Öffnungszeit am Dienstag hatten wir 54 Besucher, die insgesamt 331 Medien entliehen haben. Das ist auch für normale Zeiten ein sehr niedriger Wert“, sagt Eva Michl.

Natürlich hat sich die Bücherei der aktuellen Situation angepasst und ein Schutz- und Hygienekonzept erarbeitet. So dürfen gerade nur bis zu zehn Personen gleichzeitig in die Bibliothek. Ob das auch eingehalten wird, kontrollieren die Verantwortlichen mit Bücherkörben. Für Besucher ist es Pflicht, einen dieser Körbe mitzuführen. Da am Eingang nur zehn bereitgestellt werden, reguliert sich die Besucherzahl von selbst. Ansonsten gelten Abstandseinhaltungen, das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes ist notwendig, der Aufenthalt ist auf ein Minimum zu beschränken und es darf nur bargeldlos gezahlt werden.

Internetplätze in der Bücherei Mering sind gesperrt

Auch in der Meringer Bücherei hatte Brunhilde Waeber mehr erwartet. „Es ist relativ ruhig, obwohl seit dem 11. Mai schon wieder geöffnet ist. Wir wissen nicht ganz genau warum, denn eigentlich sind eine Menge Medien entliehen“, wundert sich Waeber. Zumindest funktioniere die Umsetzung der Einschränkungen sehr gut. Abstandseinhaltungen und der Umgang der Menschen miteinander verliefen optimal. Zusätzlich zu der Korbpflicht, den Personenzählungen und der möglichst kurzen Verweildauer, sind in Mering die Internetplätze aus Platzgründen gesperrt.

Die Bücherei in Dasing ist seit dem 24. Mai, zu den bekannten Öffnungszeiten wieder geöffnet. Obwohl der Sonntag eigentlich der besucherreichste Tag ist, zählte Eva Nagl von der Büchereileitung statt der üblichen 70 nur 19 Besucher. „Manchmal mussten wir auf die Desinfektion der Hände und den Mindestabstand am Eingang hinweisen, aber im Großen und Ganzen waren alle Leser sehr diszipliniert“, sagt sie. Es gelten die allgemeinen Hygienevorschriften, wie Maskenpflicht und Abstandseinhaltungen. Zudem dürfen höchstens vier Personen gleichzeitig die Bücherei betreten, bis auf Weiteres stehen keine Sitzgelegenheiten zur Verfügung und im Idealfall sollten Medien im Internet vorbestellt werden. Die gültigen Regeln können entweder am Eingang der Bücherei oder auf der Internetseite eingesehen werden. „Es wurde am Sonntag natürlich viel über Corona gesprochen. Zum einen, dass der „Trubel“ in der Bücherei fehlt, aber zum anderen, dass die Leser sehr zufrieden damit sind, trotz der Hygienemaßnahmen Medien entleihen zu können“, fasst Nagl die Situation zusammen.

Museum des Wittelsbacher Schlosses hat damit gerechnet

Im Museum des Wittelsbacher Schlosses hingegen wurde von Anfang an mit weniger Besuchern gerechnet. Leiterin Alice Arnold-Becker ist sogar recht zufrieden damit: „Zum Glück gibt es kaum Andrang. So müssen die Menschen nicht lange warten und können sich gut und sicher fühlen“, sagt sie. Seit der Wiedereröffnung am 14. Mai gab es in der ersten Woche insgesamt 69 Besucher. Dennoch ist das Museum gut gerüstet, sollte die Zahl der Interessenten demnächst ansteigen. Sollte sich eine Schlange bilden, gibt es Haltelinien, die den Einlass nach und nach regulieren. Zudem gibt es wegen der Hygienevorschriften gerade kein Besucherbuch mehr, obwohl die Resonanzen vor Corona durchaus sehr gut waren. Außerdem gelten bis zum 10. Juni, wenn dann die Bayerische Landesausstellung beginnt, die normalen Preise. Danach gibt es dann ein Kombiticket.

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