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Friedberg

09.07.2010

Grundgerüst der "Friedberger Zeit" steht schon immer

So sah das erste Festprogramm aus dem Jahr 1989 aus (links). An den ersten Altstadtfesten war alles noch viel überschaubarer. Auf dem Archivbild marschieren die Wulfertshauser Schützen am Rathaus vorbei (rechts). Fotos: A. Schmidt, Kleist
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So sah das erste Festprogramm aus dem Jahr 1989 aus (links). An den ersten Altstadtfesten war alles noch viel überschaubarer. Auf dem Archivbild marschieren die Wulfertshauser Schützen am Rathaus vorbei (rechts). Fotos: A. Schmidt, Kleist

Im Jahr 1989 wollte Bürgermeister Kling das Zusammengehörigkeitsgefühl in Friedberg fördern. Er legte schon damals den Grundstein für die "Friedberger Zeit". Was sich seither verändert hat?

Auch das erste historische Altstadtfest 1989 hieß "Friedberger Zeit". Doch das Fest ist in der achten Auflage längst nicht mehr dasselbe wie vor 21 Jahren. Während mittlerweile viele auswärtige Besucher den Berg hinaufströmen, waren die Friedberger zu Beginn noch weitgehend unter sich. Und das Festprogramm ist mittlerweile so umfangreich, dass an einem der heutigen Festtage so viel geboten ist wie bei der Premiere fast während des gesamten Festes. So ist das Altstadtfest groß geworden, das Grundgerüst stand aber bereits beim ersten Mal.

Idee Sie geht auf einen Wunsch des damaligen Bürgermeisters Albert Kling zur 725-Jahr-Feier der Stadt zurück. Mit einem historischen Stadtfest wollte er auch zu einem neuen Zusammengehörigkeitsgefühl in Friedberg und seinen Stadtteilen beitragen.

Friedberger Zeit Von Stadthistoriker Hubert Raab stammte die Idee, an die Epoche zwischen 1680 und 1790 zu erinnern. Es war die Zeit, als die Stadt nach den schweren Zerstörungen im 30-jährigen Krieg wieder neu aufblühte ebenso wie das Uhrmacher-, Gold- und Silberschmiedehandwerk. Prof. Dr. Erich Unglaub gab dem Altstadtfest den Namen "Friedberger Zeit".

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Organisation Ein Arbeitskreis mit Mitgliedern des Stadtrats, der Stadtverwaltung, des Verkehrsvereins und Historikern organisierte das erste Stadtfest. Die damalige Stadträtin Gerda Gastl übernahm den Einkauf und Verkauf der Stoffe. Die Modegrafikerin Gertrud Öttl entwarf die Schnittmuster für die historischen Gewänder.

Stadtwache Dies war eine wirklich schwere Geburt in einer Nachtsitzung, die sich von 19 Uhr bis um 3 Uhr am Morgen hinzog. Doch dies lohnte sich. Dem damaligen Kulturpfleger des Stadtrats, Reinhard Pachner, und Stadthistoriker Dr. Hubert Raab gelang es, das Technische Hilfswerk (THW) zu überreden, als Stadtwache mitzuwirken. Bereits damals wurden die meisten Aktivitäten der Stadtwächter wie Trommeln, Zug durch die Festzone, Schandkarren und Bäckertaufe gemeinsam entwickelt.

Vorbild war ein Votivbild

Die blauen Uniformen wurden auf Anregung von Gabriele Raab nach dem Vorbild eines Votivbildes von 1783 nachgeschneidert.

Mitwirkende Es sind nicht wenige, die von Anfang an mitgemischt haben: Handwerker, Schulen, Chöre, Musikgruppen, Gaukler, fahrendes Volk, Wirte, Metzger, Fischer, Bäcker und Imker. Eine einmalige Besonderheit beim ersten Mal war eine historische Postkutsche der Bundespost, die durch Friedberg fuhr.

Pilgerzug Die Wallfahrt der "Historischen" nach Herrgottsruh gibt es bereits seit dem ersten Stadtfest in Friedberg. Damit wollten Gabriele und Hubert Raab den alten Pilgerweg von der Stadtpfarrkirche St. Jakob zur Wallfahrtskirche wiederbeleben. (FA)

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