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Friedberg

08.09.2019

Halbmarathon in Friedberg: Sie bezwingen den Berg – mit Freude

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Wie in den vergangenen Jahren laufen die Teletubbies beim Halbmarathon mit und verteilen Süßigkeiten an die Zuschauer.
Bild: Alexandra Sieber

Bei der 17. Auflage des Halbmarathons in Friedberg sind rund 1100 Läufer am Start. Die Zuschauer lassen sich von den niedrigen Temperaturen nicht abhalten.

Der Friedberger Halbmarathon geht in eine neue Auflage. Zum 17. Mal laufen die insgesamt 1122 Teilnehmer die Strecke über 21 Kilometer und quälen sich mehrmals den Friedberger Berg hinauf. Pünktlich um zehn Uhr fällt der Startschuss und das Wetter hält – zum Glück. Erst kurz vor den Siegerehrungen fallen die ersten Tropfen.

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Vier Mal müssen die Läufer den Friedberger Berg bezwingen. Er ist das Markenzeichen des Halbmarathons. Das sieht auch Karlheinz Guckert aus Augsburg so: „Jedes Mal meint man, dass man schon oben ist. Doch dann kommt man um die Kurve und sieht, dass es noch ein Stück weiter geht.“ Angst vor dem Anstieg hat Guckert keine. „Er ist lang und steil, aber die Stimmung ist dort besonders gut.“ Guckert ist zum fünften Mal dabei. Für ihn ist der Halbmarathon Vorbereitung auf den Sparkassenlauf in Halle.

Nicht für alle Läufer steht der sportliche Aspekt beim Halbmarathon im Vordergrund. Die Münchnerin Kinga Maria Funk geht mit einer Bekannten aus Polen an den Start. Auch Funk ist nicht das erste Mal dabei. „Ich laufe zum Spaß mit. Die Strecke ist super und die Atmosphäre ebenso“, sagt sie. Der Berg mache ihr ein wenig Angst. Funk fügt hinzu: „Beim ersten und zweiten Mal geht der Berg noch ziemlich locker. Dann muss ich jedoch anfangen, zu kämpfen.“

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Ehemalige Triathleten laufen beim Halbmarathon zum Spaß mit

Der Augsburger Paul Wenninger und seine Frau laufen auch zum Spaß mit. Sie sind ehemalige Triathleten und gehen mit ihrem Sohn im Kinderwagen auf die Strecke. „Mir macht der Berg sogar Spaß. Er ist jedes Mal eine Herausforderung, der ich mich stelle“, erzählt Wenninger.

Zum ersten Mal ist die Augsburgerin Natalie Simanowski im Rollstuhl dabei. Schon vor dem Lauf bittet Simanowski die Teilnehmer, sie am Berg nicht anzuschieben. Diesen möchte sie alleine bezwingen.

Die Teletubbies sind fast schon Tradition beim Friedberger Halbmarathon. Sie verteilen Süßigkeiten an die Zuschauer und machen Stimmung. Sascha Ratzinger aus Friedberg hat die Idee ins Leben gerufen und nimmt seit zehn Jahren teil. Zu Ratzingers Teletubbies gehören auch die Pacemaker. Ratzinger erklärt: „Die Pacemaker tragen Fahnen mit Zeiten. Läufer, die diese Zeit erreichen wollen, halten sich an einen der Pacemaker.“

Für gute Stimmung am Berg sorgen die Trommler von Pica-Pau. „Wir sind schon ewig dabei. Jedes Jahr feuern wir die Läufer an“, erklärt Micha Döring, Leiterin der Gruppe. Mit unterschiedlichen Stücken tragen sie die Läufer förmlich den Berg hinauf. Aber auch die vielen begeisterten Zuschauer sorgen durch Anfeuern, Klatschen und Rasseln für eine gute Stimmung.

Für Verpflegung ist in Friedberg gesorgt

Für Verpflegung vor und nach dem Lauf ist gesorgt. „Die Wasserbar gibt es seit vielen Jahren, eigentlich schon immer. Läufer und Zuschauer können sich hier vor oder nach dem Lauf kostenlos Wasser holen“, sagt Helfer Franz Schmid. Auch die Obstbar bietet schon seit vielen Jahren frisches Obst an. Dort gibt es neben Bananen, Äpfeln und Trauben auch Studentenfutter. Alles, was der Körper vor und nach solch einer Belastung braucht. Wie jedes Jahr hat das Therapie- und Trainingszentrum einen eigenen Stand. „Wir massieren hier die Läufer, um die Regeneration zu beschleunigen“, erklärt Geschäftsführer Bernd Thurner.

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Durchstarten beim Friedberger Halbmarathon
Bild: Alexandra Sieber und Peter Kleist

Auch wenn einige Zuschauer frieren, sind die Temperaturen in diesem Jahr optimal für die Läufer. Das merkt auch Einsatzleiter Markus Fleischer vom Roten Kreuz: „Wir haben wenige Vorfälle. Wir hatten zwei Hilfeleistungen, die aber nicht dramatisch waren.“ Auch Teilnehmerin Stefanie Mayr findet, dass die Temperaturen zum Laufen perfekt sind. „Wenn man läuft, ist es nicht zu kalt. Nur später, wenn ich mein wohlverdientes Hendl esse, könnte ich etwas frieren.“

Auch Mayr hat großen Respekt vor dem Berg und sagt: „Der ist schon ziemlich lang, aber Hauptsache die Stimmung heizt gescheit ein.“

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