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Handball kann als Vorbild dienen

Kommentar Von Peter Kleist
29.01.2019

Vor allem die Fußballer können sich eine Scheibe abschneiden 

Wer hätte das gedacht, dass die Handball-Weltmeisterschaft 2019 so einschlagen würde? Die Begeisterung war überall spürbar. Mancher, der bislang mit diesem Sport gar nicht so viel am Hut hatte, verzichtete gar auf den gewohnten Stammtisch, um den deutschen Cracks vor dem Fernseher die Daumen zu drücken. Selbst Fußball blieb, gemessen an den Einschaltquoten, hinter dem Team von Bundestrainer Christian Prokop zurück. Apropos Fußball: So mancher Friedberger Fußballfan zog staunend den Hut vor dem, was Gensheimer, Wiede, Groetzki, Wolf und Co in den letzten zweieinhalb Wochen leisteten. Zehn Spiele in 17 Tagen und das mitten in der laufenden Bundesliga-Saison – undenkbar für die kickende Fraktion.

Wie die Akteure die Härten im Spiel wegstecken verdient ebenso höchsten Respekt, wie die Disziplin. Es gibt keine Schwalben und wenn die Schiedsrichter gepfiffen haben, bleibt der Ball sofort liegen – ohne Diskussionen, ohne Gemecker und vor allem ohne Rudelbildung. In dieser Hinsicht könnte der Handball den Fußballern, nicht nur denen in der Region, durchaus als leuchtendes Vorbild dienen.

So gesehen, bleibt nur zu hoffen, dass die Euphorie, die diese WM ausgelöst hat, dem Handball noch einige Zeit erhalten bleibt.

Es wäre unseren Vereinen zu wünschen, dass auch sie etwas von dem Schwung abbekommen, den der Handball gerade erfährt. Dazu müssen sie aber auch selbst aktiv werden und vor allem bleiben.

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