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Führung in Friedberg

10.05.2015

Handwerkerhaus und Herzogschloss

Eine eindrucksvolle Konstruktion ist der Dachstuhl des Schlosses. Die Teilnehmer am Tag der Städtebauförderung konnten sie aus nächster Nähe sehen.
Bild: Foto: Brigitte Glas

Ein neuer bundesweiter Aktionstag zeigt, wie Friedberg von der Städtebauförderung profitiert.

Friedberg. Der Erhalt historischer Altstädte ist teuer. Friedberg weiß ein Lied davon zu singen. Aber es gibt die Städtebauförderung von Bund und Ländern. Um kommunale Projekte der Städtebauförderung der breiten Öffentlichkeit zu präsentieren und die Bürgerbeteiligung zu stärken, fand am Samstag zum ersten Mal der „Tag der Städtebauförderung“ statt. Der Aktionstag ist eine gemeinsame Initiative von Bund, Ländern, Deutschem Städtetag sowie Deutschem Städte- und Gemeindebund.

Friedberg hatte seine Bürger zum Stadtgespräch ins Rathaus geladen. Baureferent Carlo Haupt erläuterte dort die Grundlagen der Städtebauförderung und stellte einige Projekte aus der Altstadt vor. So wurden an denkmalgeschützten Häusern die Fenstergrößen wieder dem historischen Zustand angeglichen, die Fassaden neu gestaltet oder Dächer denkmalgerecht erneuert. „In den vergangenen 20 Jahren wurden insgesamt 280 Projekte gefördert“, wusste Haupt zu berichten, die Bürger hätten insgesamt 4,6 Millionen Euro in die Gestaltung ihrer Häuser gesteckt und seien mit 490000 Euro von Stadt, Land und Bund unterstützt worden.

Beim anschließenden Stadtspaziergang war das Highlight der Besuch des Wittelsbacher Schlosses. Das aktuell größte Förderprojekt in Friedberg ist derzeit Baustelle. Die Sanierung und Umgestaltung wird noch einige Jahre dauern, trotzdem ist aber schon einiges zu sehen. So wurde im Zuge der Baumaßnahmen ein historischer Fayencen-Brennofen freigelegt. Die Besucher stiegen in den ersten Stock hinauf in den Saal, der einmal für Veranstaltungen genutzt werden könnte und danach noch eine Etage höher, wo derzeit das Dach erneuert wird.

Im Anschluss erklärte die Landschaftsarchitektin Stephanie Hackl die Pläne im Schlosspark. Vor allem der Schlossweiher sei ein zentrales Projekt. Der Teich, der augenblicklich etwas trostlos aussieht, soll vertieft, mit Hang- und Regenwasser vom Dach besser befüllt und mittels einer Pumpe durchströmt werden. Ohne Förderung wäre das Schlossprojekt nicht möglich. Die Gruppe der interessierten Bürger war am ersten „Tag der Städtebauförderung“ noch recht klein. Für die Schlossbesichtigung war dies aber kein Nachteil.

Die Baustelle „Wittelsbacher Schloss“ ist ein weiteres Mal am „Tag des offenen Denkmals“ am 13. September für die Öffentlichkeit zugänglich. Der „Tag der Städtebauförderung“ soll künftig jedes Jahr an einem Samstag im Mai stattfinden.

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