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Gemeinderat in Schmiechen

09.01.2019

Hat Schmiechen sinnvoll investiert?

Für eine unnötige Ausgabe hält ein Schmiechener die Hundetoiletten.
Bild: Anton Schlickenrieder (Archiv)

Kritik in der Bürgerversammlung: Gemeinderat nimmt Stellung zu Behinderten-WC und Hundetoiletten.

Ein behindertengerechtes WC für die Schmiechachhalle, Kotbeutel-Stationen für Hundebesitzer, eine bessere Beschilderung der Radwege – das sind nur ein paar von zahlreichen Maßnahmen, die der Schmiechener Gemeinderat in der Vergangenheit beschlossen hat. Solche Investitionen standen auf der vergangenen Bürgerversammlung nun in der Kritik, ein Bürger der Gemeinde hatte diese als unnötig bezeichnet. Nun hat sich der Gemeinderat in seiner ersten Sitzung im neuen Jahr mit den Anregungen aus der Versammlung befasst und unter anderem auch zu diesem Vorwurf Stellung bezogen.

Dabei war sich das Gremium einig, dass die Gelder der Gemeinde nur nach eingehenden Beratungen und wohl durchdacht investiert werden. Gerade Projekte wie die Modernisierung der Gaststätte oder die Verbesserung der Radwegeverbindungen sollen das Leben in der Gemeinde verbessern und stoßen auch auf Zustimmung. Arnold Schäffler erklärte darüber hinaus, dass er sich sicher sei, alle Gemeinderäte könnten nach wie vor hinter den Entscheidungen stehen und diese mittragen.

Radler wünschen sich Asphalt auf dem Weg nach Prittriching

Ein weiterer Vorschlag aus den Reihen der Bürger war die Asphaltierung des Radweges zwischen Schmiechen und Prittriching. Bürgermeister Josef Wecker hatte im Nachgang der Versammlung bereits recherchiert und präsentierte dem Gremium eine erste Einschätzung. Demnach würden sich die Kosten für einen asphaltierten Radweg auf vier Kilometern Länge mit einer Breite von vier Metern – also auch weiterhin für Traktoren befahrbar – auf etwa 320000 Euro belaufen. Eine Bezuschussung sei nicht möglich, da es sich um einen Feld- und Waldweg handelt.

Wecker räumte ein, dass sich der Weg auf einem Teilstück tatsächlich in einem schlechten Zustand befindet, schlug als Alternative aber vor, eine Feinkiesschicht aufzubringen. Denn die Kosten für eine Asphaltierung seien „utopisch und nicht schulterbar“. Martin Sumperl gab darüber hinaus zu bedenken, dass sich ein großer Teil des Weges auf Prittrichinger Flur befindet. Diesen könne man nicht einfach asphaltieren. Deshalb schlug Christian Mutter vor, Kontakt mit dem Prittrichinger Bürgermeister aufzunehmen und anzuregen, dass auch das dortige Teilstück mit Kies aufgebessert wird.

Eine dritte Wortmeldung aus der Bürgerversammlung betraf nicht-öffentliche Beschlüsse des Gemeinderats. Auch dazu hat sich Wecker bereits im Vorfeld rückversichert und beim Landratsamt juristischen Rat eingeholt. Das bisherige Vorgehen des Gremiums, unter anderem Personalangelegenheiten und Vergaben erst im Anschluss an die öffentliche Sitzung zu diskutieren und zu beschließen, sei absolut korrekt und üblich. Zudem werden diese Beschlüsse in der nächsten öffentlichen Sitzung verkündet.

Weitere Themen im Rat:

Zuschuss statt Haussammlung Für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge wurde ein Zuschuss in Höhe von 100 Euro beschlossen. Einen Zuschuss in selbiger Höhe hatte zuvor auch bereits der Schmiechener Veteranenverein zugesagt, der damit von der Gemeinde nun verdoppelt wird. In der Vergangenheit hatte der Volksbund Haussammlungen durchgeführt, aufgrund des Mangels an ehrenamtlichen Helfern sei er nun aber auf die Unterstützung der Kommunen angewiesen. Arnold Schäffler betonte, dass hier wichtige Arbeit geleistet werde, nicht nur durch die Umbettung der Verstorbenen, sondern auch durch die Bewahrung der Erinnerung an die tragischen Ereignisse in der Vergangenheit. Dies sei wichtige Arbeit, die man unterstützen müsse.

Jahresabschluss Wasserwerk Für das Jahr 2017 schließt die öffentliche Wasserversorgung Schmiechen mit einer Bilanzsumme von rund 490000 Euro und einem Verlust in Höhe von knapp 19000 Euro ab. Die Erhöhung der Gebühren griff erst zum Beginn des Jahres 2018. Der Verlust zeige einmal mehr, dass diese dringend nötig war, auch ohne die anstehenden Baumaßnahmen.

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