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Musik

09.01.2019

Heilige Drei Könige kommen mit viel Gesang

Alondra feierte den Dreikönigstag mit der Weihnacht von Arthur Piechler
Bild: Christina Riedmann-Pooch

Chor Alondra zieht in Merching zur Piechler Weihnacht viele Zuhörer an

Am Dreikönigstag lud der Merchinger Chor Alondra unter Leitung von Karin Wolferstetter, die auch am Klavier begleitete, zur Piechler Weihnacht ein. Vor zehn Jahren hatte der Chor sie zum letzten Mal aufgeführt – kaum ein Platz blieb in Merchings Pfarrkirche St. Martin unbesetzt.

Die Zuhörer erwartete Weihnachten pur – immer wieder waren sie mit bekannten weihnachtlichen Liedern wie „Ihr Hirten erwacht“ oder „Zu Bethlehem geboren“ eingeladen, mitzusingen, was der ohnehin kurzweiligen Komposition mit Anmerkungen und Gedanken des Sprechers, die Richard Remberger übernahm, eine große Lebendigkeit verlieh. Die Weihnachtsgeschichte begann mit der Herbergssuche, die liebevoll vom Chor und den Solisten Claudia Bader (Maria), Simon Pschorr (Josef), Thomas Löhnert (Herbergsvater) und Norbert Mauler (Hirte) dargestellt wurde. Gefühlvoll begleitete auch die Instrumentalgruppe um Joanna Munro (Querflöte), Christian Weber (Klarinette) und Lisa Well (Violine) die Aufführung.

Ein kleiner Höhepunkt war für die Zuhörer sicherlich der lebendige, frische Auftritt der Hirten samt Hirtenstab und Laterne, die von den Kindern Johannes Löhnert, Elias Wolferstetter und Moritz Remberger gespielt wurden. Dabei fehlen durfte natürlich auch nicht der würdevolle Verkündigungsengel (Xaver Well), der mit klarer Stimme seine Botschaft zu Gehör brachte.

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Harmonisch untermalte der weiche Klang des Kontrabass (Monika Ender) den Hirtenchor der Männer. Doch Piechlers Weihnacht ist nicht nur süßlich: Der Komponist lässt den Chor bei aller Weihnachtsfreude auch musikalisch mit bedrohlichen und strahlend hellen Sequenzen den Kontrast, der zwischen dem Frieden, der im Stall um den neugeborenen Jesus herrscht, und den Kritikern, Zweiflern und dem rauen Leben darstellen. Am Ende überwiegt doch die Freude, wie etwa in „Zu Bethlehem geboren“ spürbar wird, das in jeder Strophe ein wenig anders arrangiert ist und dadurch besonders ansprechend wirkt.

Mit einem lyrischen Sopran stellte Elke Müller die Gedanken von Maria dar und auch Josef (Thomas Löhnert) komplettierte die Überlegungen und Sorgen mit einem weichen hörenswerten Tenor. Doch dann kamen sie – mit großem Pomp und strahlendem Glanz und Reichtum: Die Könige aus dem Morgenland. Mit Schlagwerk und dem Einsatz aller Instrumente gelang ein eindrucksvolles akustisches Klangbild. Zunächst hörte man die reiche Karawane der Weisen in ihrer unfassbaren Pracht durch die flirrende Hitze von weit her kommen, bis man dann aus scheinbar unmittelbarer Nähe die den Wüstensand aufwirbelnden Hufe der Kamele zu hören glaubte. Gelungen war auch das Loblied der Weisen (Chor), das von dem Gesang eines Engels (Elke Müller) überstrahlt wurde. „Wie schön leucht uns der Morgenstern“ war nicht nur ein Abschluss, sondern wirkte wie ein Wunsch und Wegweiser für das neue Jahr.

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