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27.06.2016

Heiße Flitzer beim Bobbycarrennen in Hörmannsberg 

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Eine Riesengaudi war es für Feuerwehrvorstand Lorenz Menhart gegen Bürgermeister Erwin Gerstlacher anzutreten
Bild: Heike John

Beim Bobbycarrennen der Hörmannsberger Feuerwehr kommen auch die Zuschauer voll auf ihre Kosten

Wenn es vor behelmten kleinen Rennfahrern am Katzenberg nur so wuselt und auch die pinkfarbene Tussitonne am Start bereit steht, ist in Hörmannsberg wieder Bobbycarrennen. Bereits zum vierten Mal veranstalteten die Feuerwehrkameraden aus Hörmannsberg die Riesengaudi für die ganze Familie, bei der auch die Zuschauer wieder auf ihre Kosten kamen. 40 Fahrer meldeten sich zum „großen Preis von Hörmannsberg“ an, die Jüngsten gerade mal drei Lenze alt, der älteste Teilnehmer mit 49 Jahren.

Fast wäre der kleine Alex mit zwei Jahren auch am Start gewesen, doch ein Sturz bei der vormittäglichen Trainingsrunde sorgte für einige Schürfwunden. Auf dem Arm seines Papas wirkte er schon wieder ganz fröhlich, aber nicht bereit, noch einmal den Berg hinabzusausen. Die rund hundert Meter lange Strecke von der Abfahrtsrampe am Bulldoghänger bis zum Ziel bewältigten die Teilnehmer auf sehr unterschiedliche Weise.

Eine kleine Starterin weigerte sich, die Rampe hinunterzufahren und eine dreijährige Rennfahrerin hatte es überhaupt nicht eilig. Interessiert musterte sie auf der gemächlichen Fahrt am Steuer ihres Bobbycars das Publikum und wagte zwischendurch auch einen Blick zurück. Andere packte wiederum der große Ehrgeiz und sie lieferten sich heiße Kopf-an-Kopf-Rennen. So manch einer geriet auf seiner Fahrt auch ins Schlingern und so waren die Strohballen als Streckenpuffer kein Luxus.

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Maximilian, der in der ersten Runde ausschied, bezeichnete sein Bobbycar wütend als „Schrottkarre“. Unten am Ziel, wo die meisten Zuschauer rechts und links der Bande standen und das Rennen verfolgten, gaben manche Fahrer nochmal richtig Gas.

Woran es lag, dass Lokalmatador Andreas Leberle zum wiederholten Male Sieger in der Klasse der modifizierten Fahrzeuge wurde, konnten das Publikum nur mutmaßen. Moderator Thomas Dosch deutete schon einiges an, als er den Vater des neunjährigen Erfolgsrennfahrers das sichtlich schwere Bobbycar den Berg hinaufziehen sah. Vor der Abfahrt steht der Anstieg, dies galt auch beim Rennen am Hörmannsberger Katzenberg und da waren bei den kleinen Rennfahrern durchaus die Eltern zur Mithilfe gefragt. Deutlich weniger Jugendliche und Erwachsene als im Vorjahr nahmen am Rennen teil, aber mit 31 Kindern bis 13 Jahren erfreulich viel Nachwuchstalente. Der achtjährige Louis Kerner, der sich in der Klasse der jungen Klassikfahrer behauptete, musste gleich fünf Runden fahren, um sich als Sieger zu qualifizieren. Bei der Zuordnung der passenden Paare hatten Michael Dürr und Carsten Weber von der Rennleitung viel zu tun. „Wir haben keine Zeitmessung und verlangen keine Startgebühr, es soll einfach nur Spaß machen“, so gab Feuerwehrvorsitzender Lorenz Menhart als Devise aus. Den hatte auch er selbst, als er zum Abschluss des Rennens noch gegen Bürgermeister Erwin Gerstlacher antrat. Dass er das Rennen verlor, kommentierte Letzterer mit der Feststellung „Die Masse macht’s!“. Ob Mülltonnenfahrer oder Bobbycar-Raser - letztendlich erhielt jeder Teilnehmer eine Medaille und die drei jeweils Erstplatzierten zudem eine Urkunde. „Was ich so mitgekriegt habe, hat sich für nächstes Jahr bereits wieder ein Rennstall gegründet“, freute sich Thomas Dosch.

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