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Kunstprojekt in Friedberg

17.11.2014

Heller Lichtschein für eine dunkle Ecke

Die Farben auf der hinteren Wand schaffen eine Welle, die das starre Bild der Vorderwand auflösen.
2 Bilder
Die Farben auf der hinteren Wand schaffen eine Welle, die das starre Bild der Vorderwand auflösen.
Bild: Julia Sewerin

 Ganztagesschüler der Theresia-Gerhardinger-Grundschule haben das Projekt Außentreppe beendet und schon steht das nächste Thema an.

Von Julia Sewerin

Friedberg Zwei Jahre lang haben die Schüler der Ganztagesklasse 4a die triste Nottreppe zum Schwimmbad an ihrer Schule künstlerisch gestaltet. Nachdem letztes Jahr die vorderere Seite eingeweiht wurde, ging es jetzt um die hintere Mauer. Die harmoniert gut mit dem bestehenden Mosaik und lässt die dunkle Ecke endgültig vergessen.

Und die Metalplatten, die die Kindern mit Acrylfarben bemalten, sehen nicht nur schön aus, sie zeigen, „dass in der Schule tolle Sachen passieren“, wie Bürgermeister Roland Eichmann lobt. Denn die Kleinen lernen neben Schreiben und Rechnen auch Musizieren und Malen. Das ist auf den Bildern zu sehen und passt gut zum Titel des Projektes „Schule ist mehr“. Unterstrichen wurde das Motto vom Schulchor, der im gleichnamigen Lied die Einweihungsfeier eröffnete. Rektorin Elisabeth Kern erweiterte den Titel sogar in: „Ganztagsschule ist mehr“. Denn hier biete sich überhaupt die Möglichkeit, Projekte, die über den normalen Schulalltag hinausgehen, zu realisieren.

Heller Lichtschein für eine dunkle Ecke

Einmal wöchentlich arbeitete der Künstler Stefan Kamp mit den Schülern an der Gestaltung der Platten. Im Mittelpunkt stand für ihn die freie Entfaltung der Fantasie der Kinder. Einzige Vorgabe seinerseits war die Verwendung der Grundfarben rot, gelb und blau. Ansonsten ließ er die Kinder ihren eigenen Weg gehen. Laut Kamp konnten sie erst auf diese Weise in ihren Werken zeigen, wer sie eigentlich sind. Bei den Maltechniken hat er ihnen aber natürlich geholfen.

Auch die Schüler sind sichtlich stolz auf ihr Werk. „Wenn wir selber groß sind, können wir die Bilder unseren Kindern zeigen.“ Besonders nachhaltig ist die Personifizierung der Platten, denn jede einzelne ist mit den Initialen der kleinen Künstlers signiert.

Realisierbar war das Projekt vor allem dank der zahlreichen Unterstützer. Das Material finanzierte die Eva-König-Köberle-Stiftung, die die künstlerische und musische Begabung von Kindern in Schwaben fördert. Vorsitzender Friedrich Geiger bedankte sich bei den Schülern und fand das „Geld gut angelegt“. Als Dank überreichte er der Schule das Bildband von Eva Köberle, das die Werke der jung verstorbenen Pädagogin und Künstlerin sammelt. Besonderer Dank galt auch den Stadtwerken Friedberg, die mit der Gestaltung der hinteren Mauer einverstanden war.

Für das kommende Jahr ist schon das nächste Projekt mit dem Augsburger Künstler geplant. Dann steht Fotografie auf dem Lehrplan.

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