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Mering

26.11.2019

Herbstkonzert der Kolpingkapelle Mering: Musik zwischen Tag und Traum

Das große Blasorchester der Kolpingkapelle Mering lud zum Herbstkonzert ein.
Foto: Ralf Hermle

Das große Blasorchester der Kolpingkapelle Mering begibt sich musikalisch in andere Welten.

Mit begeistertem Applaus entließ das Publikum in der ausverkauften Ambérieuhalle in Mering das große Blasorchester der Kolpingkapelle in die Winterpause. Zuvor spielten die mehr als 60 Musiker unter der Leitung von Dirigent Philipp Kufner ein abwechslungsreiches und mitreißendes Herbstkonzert zum Thema „Traumwelten“.

Dabei stellten die Musiker des Orchesters erneut ihre Musikalität eindrucksvoll unter Beweis: Sowohl heiße Tanzrhythmen als auch besinnlich-sphärische Stücke wurden dynamisch und technisch hervorragend interpretiert und konnten so die Zuschauer mitreißen. Die Moderatoren Petra Stangl und Simon Hirschberger wussten viel zu erzählen.

Schnell mussten noch Bänke aufgestellt werden, damit noch ein paar Zuhörer sitzen konnten, viele mussten stehen, so begehrt war das Konzert der Kolpingkapelle. Nach der Begrüßung durch Hans Dieter Ruf erklangen verspielt-träumerische Melodien beim „Dornröschen-Walzer“, der märchenhaften Musik aus dem gleichnamigen Ballett von Peter Tschaikowsky.

Langer und herzlicher Applaus für die Meringer Musiker

Rolf Rudins zweiteiliges Werk „Der Traum des Oenghus“ beruht auf einer gleichnamigen irischen Sage. Das Orchester entführte die Konzertbesucher musikalisch in das Reich der Mythen und Sagen und in das Reich von Liebe und Sehnsucht auf der „Grünen Insel“. Dieses Werk kann man als magisches Kolossalgemälde beschreiben, die Musik insinuiert die suggestive Atmosphäre eines Traums, geheimnisvoll und mystisch perlen die Klänge dahin. Dieses Werk lebt vom Klang, teilweise leisen und offenen Stellen, und einem gut ausgearbeiteten Klangteppich, der alle Register stark forderte, aber keines überdeckte. Das Werk verlangte vom Publikum etwas Geduld und musikalische Aufgeschlossenheit. Dennoch wurde es stark bejubelt.

Nach der Pause wurden der Florentiner Marsch des tschechischen Komponisten Julius Fucik und vier ungarische Tänze von Jan van der Roost gespielt. Mit der „Conga del Fuego Nuevo“ des mexikanischen Komponisten Arturo Márquez endete ein begeisterndes Konzert unter langem und herzlichem Applaus.

Ein außergewöhnliches Musikerlebnis fand so eigentlich sein Ende, die Zuhörer spendeten stehend frenetischen Beifall. Die Zusammenstellung des Programms, ein Dirigent, der gestenreich und temperamentvoll das Orchester jederzeit im Griff hatte, sowie ein Orchester, das mit exakten Einsätzen und großer Spielfreude auftrat – der Abend war ein absoluter Hörgenuss. Wenn man bedenkt, dass hier keine professionellen Musiker am Werk sind, ist dies eine nicht genug zu würdigende Leistung.

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