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Aktion in Friedberg

26.11.2018

Heute beginnt der Friedberger Advent

Erstmals gibt es im Rahmen des Friedberger Advents einen großen Adventskalender in den Fenstern der früheren Sparkasse. Schüler der Mittelschule Friedberg malen Bilder dafür. 
Bild: Ute Krogull

Am Dienstag um 16 Uhr öffnen die Stände in Friedberg. Musikalischer Auftakt ist um 18 Uhr. Was ist dieses Jahr neu?

Mit etwas über 30 Ständen fing der Friedberger Advent im Jahr 1993 an – heute sind es fast 50, die sich rund um die Jakobskirche scharen. Trotzdem ist der Markt, der am Dienstag in einer Woche startet, weiter gemütlich. Mitorganisator Franz Reißner von den „Bürgern für Friedberg“ sagt, was für ihn seit 25 Jahren den Reiz ausmacht: „Der Markt ist ein Treffpunkt für Leute, die sich sonst das ganze Jahr nicht treffen.“ Außerdem habe man – der Stadtpfarrei sei Dank – den schönsten Platz in der Stadt, vor allem, seit die Bäume rundum mit Lichtern und Deko geschmückt sind.

Der Friedberger Advent, ein Selbstläufer also? Irgendwie schon, doch die „Bürger für Friedberg“ (neben Franz und Martha Reißner auch Gerd und Anita Horseling und bis 2011 Hansjörg Fritsche) haben auch immer wieder neue Ideen. Überhaupt, die Ideen. Eigentlich sei der Markt eine Art „Stammtisch-Idee“ gewesen, damals in den 90er Jahren, erzählt Reißner. Schließlich habe man die Stände vom Altstadtfest gehabt, viele fleißige Helfer auch („ohne die ginge es bis heute nicht“) und sich daher überlegt, wie man Friedberg attraktiver machen könnte. So mancher habe am Anfang geunkt, der Friedberger Advent und der Karitative Christkindlmarkt (er läuft auch heuer wieder im Vorfeld von Donnerstag bis Sonntag) würden sich Konkurrenz machen. Das Gegenteil sei der Fall. Und auch die Standbetreiber hätten bald gemerkt, dass das Geschäft brummt – nicht zuletzt dank des Rahmenprogramms, das immer umfangreicher wurde.

Wo die Weihnachtsfeuer brennen

Auch 2018 gibt es Neues bzw. Altes, das wieder aufgegriffen wird. Eine der schönsten Aktionen ist ein Adventskalender in den Fenstern des früheren Sparkassengebäudes. Er lässt den Friedberger Advent noch etwas bunter werden. Die Klassen 5a, 5c, 6b und 6c der Mittelschule Friedberg gestalten Motive unter dem Motto „ Weihnachten in Europa“. Jeden Tag wird ein anderes Werk angestrahlt. Die Kinder, die die Bilder gemalt haben, sind nicht nur stolz, dass diese für alle Friedberger zu sehen sind. Sie haben auch eine Menge über die Bräuche in anderen Ländern gelernt, zum Beispiel, dass in Griechenland Weihnachtsfeuer entzündet werden.

Heute beginnt der Friedberger Advent
136 Bilder
25 Jahre Friedberger Advent
Bild: Andreas Schmid, Bernhard Weizenegger und viele andere

Neu ist außerdem ein „Wunschbaum“ vor dem Pfarrzentrum. Organisieren werden ihn Cristina Jäckle und Daniel Schindler. Bewohner von Friedberger Senioreneinrichtungen schreiben ihre Weihnachtswünsche auf Zettel, die an den Baum gehängt werden. Wer will, kann einen „pflücken“ und den Wunsch erfüllen.

Programm im wiedereröffneten Schloss

Neben den beiden Konzerten der Bläser der Berliner Philharmoniker (16. Dezember) und von Harmonic Brass (20. Dezember) in St. Jakob ist nach einer Pause auch das wiedereröffnete Schloss in Programm einbezogen. Hier ist am 2. Dezember ein Kammerkonzert mit Sophie Heinrich (Violine) und Paul Rivinius (Klavier) zu hören. Als Ausstellungen sind heuer in der Archivgalerie Miniatur-Dampfmaschinen, Dampfwalzen und Lokomotiven zu bestaunen. Ob sie wohl wieder 10000 Besucher anlocken werden, wie einst die Ausstellung mit den Teddybären? Wer kommt, kann jedenfalls die Geschichte des Marktes anhand von Zeitungsberichten und Fotos aus dem Archiv der Reißners nachverfolgen und als Weihnachtsgeschenk ein Werk von einem der Kunstspechte erstehen, die zugunsten der Kartei der Not und des Ndanda-Projekts verkauft werden.

Einkaufen kann man natürlich auch auf dem Markt. Hier gibt es erstmals am Stand von Gertrud Irringer Friedbären-Christbaumschmuck. Dieser ist dem blauen Maskottchen von Rose Maier Haid nachempfunden, aber nicht aus Plüsch, sondern Thüringer Glashandwerkskunst. Während Irringers schon lange am Jakobsplatz präsent sind, machen manche Standlbetreiber dieses Mal das erste Mal mit. So Tatjana Hierl (Keramik), die vom Volksfest bekannte Elisabeth Nassl (Holzgeschenke und Wäscheklammern mit Namen) , die Südtiroler Schmankerlhütte und ein neuer Stand mit Geschenkartikeln aus Nepal und Indien.

Poller gegen die Terrorgefahr

Voll wird es auf jeden Fall wieder werden auf dem Markt. Reißner ist daher froh, dass der Bereich vor der Kirche wieder mit Pollern abgesperrt wird. Eigentlich wurde dies vergangenes Jahr auf Anraten der Polizei zum Schutz vor Terroranschlägen durchgesetzt. Reißner sieht jedoch einen anderen Vorteil: „Es hat sich bewährt, weil man so in Ruhe herumlaufen kann.“

Vom 29. November bis 23. Dezember wird die Ludwigstraße auch für die AVV-Regionalbusse von Montag bis Freitag, jeweils von 16 bis 6 Uhr am darauffolgenden Tag, und an den Adventswochenenden, jeweils durchgehend von Samstag 13 Uhr bis Montag 6 Uhr gesperrt.

Der größte Andrang herrscht erfahrungsgemäß auf der „Nacht der Sterne“. Am Freitag, 7. Dezember, findet die "Nacht der Sterne" statt . Am 14. Dezember bietet Friedberg bis 22 Uhr „Kunst, Kultur und Kulinarisches“. Außerdem haben die Geschäfte der Innenstadt und des Ladenzentrums Unterm Berg bis 22 Uhr geöffnet.

Der Markt selber läuft bis einschließlich Sonntag, 23. Dezember. Einer Verlängerung nach vorne oder hinten, wie sie in vielen Städten diskutiert und auch kritisiert wird, erteilen die „Bürger für Friedberg“ eine Absage. „Der Friedberger Advent ist so lang wie der Advent. Das reicht.“

Mögen Sie Christkindlmärkte? Dann schauen Sie sich unser Online-Special an: Weihnachtsmärkte in der Region

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