Bildung

05.12.2019

Heute schon geduscht?

Am Friedberger Gymnasium ist eine Ausstellung zum Thema Umweltschutz – hier der Aspekt Verbrauch von Ressourcen – zu sehen. 	Foto: Sabine Winkelmann
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Am Friedberger Gymnasium ist eine Ausstellung zum Thema Umweltschutz – hier der Aspekt Verbrauch von Ressourcen – zu sehen. Foto: Sabine Winkelmann

Schüler des Friedberger Gymnasiums konzipieren eine Ausstellung zum Umweltschutz. Es geht um Wasserverbrauch, Fleischkonsum, Müllvermeidung und mehr

Das indianische Sprichwort „Wir haben die Erde von unseren Eltern nicht geerbt, sondern wir haben sie von unseren Kindern nur geliehen“ inspirierte Schüler des Gymnasiums Friedberg zu einer Aktion für den Umweltschutz. Die Teilnehmer des Englischkurses der Q12 suchten sich als Generation der Zukunft selbst Themen aus, die sie im Hinblick auf das Rahmenthema „Environment/Umwelt“ interessierten und ihnen für ihre Zukunft besonders relevant erschienen, heißt es in einer Pressemitteilung.

Nach der intensiven Recherche zu den Themen Geoengineering, umweltfreundliches Einkaufen, Zero Waste, Müll in den Weltmeeren, Fleisch und „Plant for the Planet“ überlegten sich die Schüler, wie es gelingen könnte, diese Themen der gesamten Schulgemeinschaft zu veranschaulichen. Die Ausstellung sollte informieren, gleichzeitig aber auch Wege aufzeigen, wie alle im Kleinen dazu beitragen können, Positives für die Umwelt zu tun. Denn, das war den Schülern klar, dies gelingt nur, wenn man Menschen zusammenbringt.

So entstand ein Video zu „Zero Waste“, das anderen Klassen zur Verfügung gestellt wurde. Eine Ausstellung in der Aula zeigt außerdem in englischer und deutscher Sprache umwelt- und klimaschädliche Verhaltensweisen auf. Unzählige Eimer um eine Dusche verdeutlichen zum Beispiel, wie viel Wasser Menschen allein schon beim Duschen verbrauchen. Die Kursteilnehmer wollten aber auch Lösungsmöglichkeiten präsentieren, die von allen umgesetzt werden können, etwa durch eine Reduktion des Fleischkonsums, durch den Einkauf regionaler Produkte oder auch durch das Herstellen eigener Zahnpasta/Cremes ohne Plastikverpackung. Auch neueste Technologien auf globaler Ebene wurden durch Geoengineering – Eingriffe in Kreisläufe der Erde – oder durch den Ocean Cleanup – ein Projekt, die Weltmeere von Plastikmüll zu befreien – präsentiert.

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Ein Team widmete sich der Organisation „Plant for the Planet“ von Felix Finkbeiner, die 1000 Milliarden Bäume pflanzen will, um Kohlendioxid zu binden. Für nur einen Euro wird jeweils ein Baum gepflanzt. Dies nahmen die Kursmitglieder zum Anlass, Spenden für die Organisation zu sammeln. Dank des Kurses gibt es nun 130 Bäume mehr auf der Erde. Auch die Kursteilnehmer wollten aktiv zum Thema beitragen und versuchten deshalb, Plastikmüll zu vermeiden und stattdessen Glasflaschen mitzubringen und von Plastiktüten auf Brotzeitboxen umzusteigen.

Den Abschluss des Themas „Environment/Umwelt“ machte ein großes Pausenbuffet mit gesunden und vor allem regionalen Produkten für das ganze Gymnasium – natürlich ohne Müll: eine Brotzeitbox tut’s auch! Das Motto lautete ganz einfach: „Stop talking – start acting!“ Macht mit – jeder kleine Schritt zählt! (FA)

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