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Spieletage in Mering

09.03.2015

Hier bekommt man den Kopf wieder frei

Beim Schachklub studierten Peter Fuchs und sein Sohn Tobias die Regeln.
Bild: Foto: Peter Stöbich

Spieletage Veranstalter wollen Konzept auch im nächsten Jahr fortsetzen – allerdings mit einer Ergänzung

Mering Dass sich in Mering an den vergangenen fünf Tagen lauter Kindsköpfe getroffen haben, ist keineswegs abwertend gemeint im Zusammenhang mit den Spieletagen im Papst Johannes-Haus. „Für ein paar unbeschwerte Stunden den Kopf freizubekommen und sich wieder kindisch freuen zu können, das haben manche Erwachsenen dringend nötig“, stellt Gottfriede Schwitters fest. Die Geschäftsführerin des Kreisjugendrings (KJR) ist mit der Resonanz auf die dritten Spieletage zufrieden, obwohl an den Vormittagen die Schulen diesmal nur wenig Interesse zeigten.

Schach und Schafkopf, Scrabble und Scotland Yard – angesichts des riesigen Angebots fiel den Besuchern die Qual der Wahl nicht leicht. Die Helferinnen in gelb bedruckten T-Shirts waren an der Spieleaus- und -rückgabe damit beschäftigt, den Inhalt der Kartons auf Vollständigkeit zu kontrollieren. „Ein unterhaltsamer Abend, der viel Spass macht!“ freuten sich auch Paul Hotchkiss und seine Tochter Jamie bei der langen Spielenacht am Freitag, die gut besucht war.

Die Mitglieder des Meringer Schachklubs hatten zu einem spannenden Turnier eingeladen, vermittelten aber auch Anfängern gern die wichtigsten Regeln dieses anspruchsvollen Spiels. „Wir nehmen derzeit mit drei Mannschaften an Wettkämpfen in Augsburg, Schwaben und Bayern teil“, berichtete Vorsitzender Johann Müller-Zurlinden. Schon seit über 80 Jahren gibt es den Klub, dem die Nachwuchsarbeit besonders am Herzen liegt; gespielt wird regelmäßig in den Räumen der Kolping-Kulturwerkstatt in der Zettlerstraße.

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Dass die Veranstaltung des Jugendrings sowohl in Mering als auch in der Gemeinde Pöttmes so viele Freunde gefunden hat, freut Schwitters besonders. „Denn wir wollten zeigen, dass es gemeinsam viel mehr Spass macht, als immer nur allein vor dem Computer-Bildschirm zu sitzen!“ Diese Erfahrung machte auch die zehnjährige Lina, die aus Kissing mit ihrem Bruder und ihren Eltern gekommen war und am Wochenende weder Fernseher noch I-Pod vermisste.

Auch viele Erwachsene wurden bei Gartenhüpfer und Graf Duckula, Zauberland oder Zooloretto wieder zu unbeschwerten Kindsköpfen. Besonders lustig: Bei „Kroko Doc“ mussten die Teilnehmer ein Krokodil von seinen Zahnschmerzen befreien und gut aufpassen, dass es dabei nicht unversehens zuschnappt. „Statt dem unbedingten Gewinnen stand die Freude in der Familie im Vordergrund“, so Schwitters. Sie will das bewährte Konzept im kommenden Jahr fortsetzen und dann nach Möglichkeit auch den Marktsonntag in die Spieletage mit einbeziehen.

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